----------------------------------------------------------------------------
UNSER NEUES BUCH IM NETZ
Wer schon einmal einen Vorgeschmack auf unser neues Buch DAS
MEPHISTO-PRINZIP (erscheint im März) haben möchte, kann bereits jetzt
auf
unserer Website eine Inhaltsangabe und das Vorwort lesen:
http://www.maxeiner-miersch.de
Mit einem Klick kommt man von da zur Eichborn-Bestellseite. Die ersten
fünfzig Leser, die dort DAS MEPHISTO-PRINZIP ordern, erhalten signierte
Exemplare.
---------------------------------------------------------------------------
Katastrophen
VANDANALISMUS
Durch einen Artikel in der indischen ECONOMIC TIMES wurden wir auf eine
weitere Heldentat von Vandana Shiva aufmerksam. Die indische Vorzeigefrau
der Gentechnik-Gegner, hatte mal wieder einen Skandal publik gemacht.
Überlebende der Orissa-Flutkatastrophe seien ohne ihr Wissen von
Gentechnikmultis mißbraucht worden. Hintergrund: Ein Wirbelsturm hatte
im
Herbst 1999 mehrere Tausend Menschen im indischen Bundesstaat Orissa
getötet, Millionen obdachlos gemacht und eine weltweite Hilfsaktion
ausgelöst. Die USA schickten Güter im Wert von 6,5 Millionen Dollar.
Doch
das fand Frau Shiva überhaupt nicht gut: Die Amerikaner hätten die
Katastrophenopfer als "Versuchskaninchen" für gentechnisch kontaminiertes
Soja- und Maismehl benutzt. Tatsächlich schickten die Amerikaner auch
Nahrung aus gentechnisch veränderten Sorten: Nämlich solche, die ganz
normal
in den USA im Handel sind, und die seit Jahren Millionen US-Bürger ohne
Schaden verspeisen.
---------------------------------------------------------------------------
Neue Unübersichtlichkeit
UM GOTTES WILLEN!
Katholische und evangelische Frauenverbände protestierten zu Beginn des
neuen Jahres gegen "frauenfeindliche Werbung". Alles wie gehabt, doch
der
Adressat des Protestes war diesmal etwas ungewöhnlich: Die katholische
Kirche. In der Kampagne für ihre Schwangerenberatung hatten die klerikalen
Reklameexperten eine nackte Frau abgebildet (züchtig von der Seite, ohne
Sicht auf Geschlechtsmerkmale). Aber immerhin: Gegen so ein Bild in der
Presse hätte vor vierzig Jahren die katholische Kirche heftig protestiert.
Da sage noch einer, es gäbe keinen Fortschritt auf der Welt.
---------------------------------------------------------------------------
Political Correctness 1
HABEN SIE ANGST VOR DEUTSCHLAND?
In der libertären Zeitschrift EIGENTÜMLICH FREI entdeckten wir den
Nachdruck
eines Interviews mit dem schwarzen Hollywoodstar Morgan Freeman aus dem
SZ-Magazin vom 20.10.2000. Dieses Interview ist einfach köstlich. So cool
und witzig wie Freeman möchten wir auch mal werden. Unbedingt lesen! Sie
finden den vollen Text, wenn Sie auf die Archivseiten der SZ gehen:
http://szarchiv.diz-muenchen.de
Dort die Stichwörter Morgan Freeman und Christine Mortag (das ist die
Interviewerin) eingeben, und schon erscheint der Text. Auszug:
SZ: Haben Sie Angst vor Deutschland?
Freeman: Nicht die Spur! Obwohl mir Hollywood beigebracht hat, dass alle
Deutschen Monster sind. Bei meinem ersten Besuch in Deutschland war ich
überrascht, wie zivilisiert es hier zugeht. ... Mir fiel nur auf, dass
die
Deutschen sehr verklemmt sind.
SZ: Wie verklemmt?
Freeman: Ihr habt panische Angst davor einen Fehler zu begehen. Nein,
ehrlich! Aus lauter Verzweiflung darüber verhaltet ihr euch überkorrekt.
...Dass Sie mit mir über Rassismus reden, ist nett gemeint. Aber die Guten
sollten nicht versuchen, sich für die Fehler der Bösen verantwortlich
zu
fühlen.
SZ: Sind Initiativen gegen Fremdenfeindlichkeit also Quatsch?
Freeman: Kein Quatsch. Aber auch mit gut gemeinten Mitteln kann man Menschen
ausgrenzen. Wenn ich die Minderheiten wirklich integrieren will, müsste
ich
sie behandeln wie jeden anderen auch. . .
---------------------------------------------------------------------------
Political Correctness 2
MASSA BÖSE, GEO GUT
Hübsch ist die Serengeti-Ausklappkarte im Dezember-GEO. Wunderlich nur,
warum die darauf gemalten Wilderer weißhäutig sind und aussehen,
wie
Großwildjäger aus Europa. Der dazugehörige Artikel berichtet
hingegen, dass
das Wilderreiproblem in der Serengeti von den umliegenden Dörfern ausgeht.
Dorfbewohner erbeuten im Schutzgebiet Fleisch zur Selbstversorgung. Aber
scheinbar liegt die Abbildung eines schwarzen Menschen, der ein Gnu
totschießt bereits in Tabubereich gutmeinender Grafiker.
---------------------------------------------------------------------------
Öl- und Schmiermittel
PEINLICHER PREIS
Der Naturschutzbund NABU hat, wie er uns in einer Pressemittelung wissen
läßt, soeben den "peinlichsten aller Umweltpreise"verliehen.
Zum
"Dinosaurier des Jahres 2000" wurde Lee. R. Raymond, Chef des amerikanischen
Ölmultis Exxon (bei uns Esso) gekürt. "Exxon ist ein Global Player
für den
eigenen Profit und gegen die Sicherung unserer aller Lebensgrundlagen",
heißt es in der Begründung.
Besonders übel stößt den Umweltschützern Exxons Mitgliedschaft
in der
"Global Climate Coalition"auf. Dieser Wirtschafts-Interessenverband
verstimmt die Klimaschutzgemeinde seit langem durch interessengeleitete
(dadurch aber nicht zwangsläufig falsche) Expertisen. Weshalb seine
Mitglieder so lange eins auf die Mütze kriegen, bis sie austreten. "Während
andere Ölmultis wie Shell oder BP längst die Notwenigkeit eines wirksamen
Klimaschutzes anerkannt haben und aus der Global Climate Coalition
ausgetreten sind", informiert uns der Naturschutzbund, "verweigert
Exxon
nach wie vor jede Lernfähigkeit".
Shell und BP haben wirklich dazu gelernt. So hat Shell 30 Millionen Mark in
eine deutsche Solarzellenfabrik investiert, eine hervorragende PR-Maßnahme,
die durch staatliche Subventionen in der gleichen Höhe unterstützt
wurde.
Shell kann es sich leisten: Im ersten Halbjahr 2000 verdiente das
Unternehmen 6,3 Milliarden-Dollar im Ölgeschäft, soviel wie noch nie
in
seiner 100 jährigen Geschichte. Auch BP sagt seit neustem "Sonne ist
die
Zukunft", und investiert gerade acht Milliarden Dollar in die Erschließung
neuer Erdölfelder und vier Milliarden Dollar in das Tankstellennetz.
BP und Shell lagen im vergangenen Jahr in Puncto Ölförderung und
Ölreserven
mit den bösen Jungs von Exxon mehr oder weniger gleichauf. Unterschiedlich
sind in erster Linie die Maßnahmen zur Rettung des Meinungsklimas. Denn
ökologische Sprechblasen genügen für die Absolution von höchster
Stelle.
UNEP-Chef Klaus Töpfer sagt zum Beispiel: "Es ist unglaublich spannend,
wie
beispielsweise BP auf die erneuerbaren Energien setzt". Da sind wir wirklich
sehr gespannt.
Auch der junge Henry Ford IV wird von Töpfer ausdrücklich belobigt.
Der
Ford-Erbe trat in London beim jährlichen Greenpeace-Kongress auf und
verkündete, dass für ihn die Ära des Verbrennungsmotors abgelaufen
sei.
Zuhause macht Ford derzeit vor allem Gewinne mit riesigen Pickups, Vans und
Geländewagen. Das Flaggschiff der Ford Flotte "Excursion" wiegt
satte drei
Tonnen und säuft wie ein Panzer.
Merke: Lichtgestalten dürfen ungestraft Dinosaurier bauen, solange sie
brav
grüne Klinken putzen. Nur tanken sollten sie um die Ecke. Und bloß
nicht bei
Exxon.
---------------------------------------------------------------------------
Mensch und Tier
DARF DIE QUEEN VÖGEL ERWÜRGEN?
Ende November erwischten Paparazzi die englische Königin, als sie bei
einer
Jagd einem angeschossenen Fasan den Hals umdrehte. "Killer-Queen"
titelten
britische Zeitungen und auch die deutsche Bildzeitung (20.11.00) brachte
Frau Windsors rohe Tat auf Seite Eins.
Bei uns ist der Respekt vor dem britischen Königshaus dadurch wieder etwas
gestiegen. Solange eine Königin so praktisch zupackend und moralisch sicher
handelt, kann England stolz sein. Sie benahm sich damit allemal besser als
moralisierende Weicheier, die unangenehme aber notwendige Verrichtungen von
ihren Domestiken erledigen lassen.
Berechtigt an der Empörung war einzig eine genrelle Kritik an der dekadenten
Adelsjagd, "ein zweifelhaftes Gesellschaftsvergügen, bei dem in Volieren
aufgezogene Fasane kurz vor der Jagd ausgesetzt und mit sündhaft teuren
Flinten bewaffneten Schützen zugetrieben werden." (so Eckhard Fuhr
in DIE
WELT)
---------------------------------------------------------------------------
Kinderschutz 1
ZENSURBEHÖRDE KASSIERT LUSTIGES KINDERBUCH
Wie wir der FAZ und den STERN entnommen haben, will die Bundesprüfstelle
für
jungendgefährdende Schriften Deutschlands Kinderzimmer zur humorfreien
Zone
erklären.
Die Zensoren setzten das 14 Seiten Werk (kindgerecht aus Pappe) "Mein
erstes
Shopping Buch" auf den Index. Die Anklage lautet: "Aufforderung zu
hemmungslosem Konsum." Ein Delikt von dem wir bisher gar nicht wußten,
dass
es verboten ist. Die Kleinen würden durch das Buch "sozialethisch
desorientiert".
Dabei kann jeder mittelbegabte Sechsjährige den Inhalt sofort als Spaß
erkennen (nicht so der deutsche Buchprüfbeamte). Das Shopping Buch treibt
die Werbung für blindwütiges Einkaufen mit Witz auf die Spitze. Kinder
werden z.B. aufgefordert, Selbstgebasteltes abzulehnen, hemmungslos mit
Statussymbolen vor ihren Freunden zu protzen und ihren Eltern mit Klauen zu
drohen, wenn sie nicht genügend Kohle herausrücken.
---------------------------------------------------------------------------
Kinderschutz 2
HIMMELSVERSCHMUTZUNG
Das Erscheinen der amerikanische Raumstation Endeavour am Sternenhimmel
hatte im australischen Parlament ein Nachspiel. "Jetzt wo es Weihnachten
wird, möchte ich mit dem Umweltminister über die Sterne reden,"
hob der
grüne Senator Bob Brown seine Rede am Jahresende an und schob sogleich
die
dramatische Frage hinterher: "Sind wir die letzte Generation, die zu einem
natürlichen Himmel hinaufschauen konnte?"Der amerikanische Technostern
am
Himmel könnte unter anderem negative Folgen für Literatur und Liebesleben
haben: "Wer hat die Menschen gefragt, wer die Poeten und die Liebenden?
"Wir fragten posthum den deutschen Dichter Martin Greif ("Sternennacht"):
Ein jeder Stern an seiner Stelle,
O welch hehre Pracht!
Der Himmel strahlt in Zauberhelle,
Und doch ist tiefe Nacht.
---------------------------------------------------------------------------
Kinderschutz 3
KLEINE SCHÄDLINGE
Die Systemanalytiker Brian C. O'Neil (Watson Institute/USA) und Lee Wexler
(Institut für Systemanalyse/Österreich) veröffentlichten in der
renommierten
Wissenschaftszeitschrift "Climatic Change"einen wegweisenden Aufsatz
über
die "externen Treibhaus-Kosten" eines Neugeborenen. Jedes Baby, so
die
Forscher, werde Treibhausgase produzieren und damit zum Klimawandel und in
der Folge zur Schädigung der Gesellschaft beitragen. Mit einem
Computermodell haben sie dessen "externe Kosten" auf Heller und Pfennig
ermittelt. Für Industrieländer taxieren sie die Kosten eines kleinen
Schädlings auf 28.200 Dollar, in einem Entwicklungsland auf 4.400 Dollar.
Interessant auch einige, selbstverständlich rein theoretische, Erwägungen
zur klimapolitischen Gesellschaftslenkung: "Im Prinzip....könnte die
Effizienz gesteigert werden, indem pro Geburt Steuern in Höhe der externen
Kosten erhoben würde". Auch könne, selbstverständlich rein
"hypothetisch",
ein Sozialplaner im Interesse aller Eltern eine niedrigere Geburtenrate
"diktieren", und damit zum Wohle aller beitragen. Als Schutzpatron
für
derartige Klimaschutzmaßnahmen schlagen wir eine anerkannt fachkundige
Persönlichkeit vor: Herodes.
---------------------------------------------------------------------------
Kommentare 1
ZURÜCK ZU OPAS BAUERNHOF?
Landauf landab wird im Zeichen der BSE-Krise das hohe Lied vom "bäuerlichen
Familienbetrieb" gesungen. Jedoch: Die Bauernsöhne- und Töchter,
die von
einer romantisierten städtischen Gesellschaft für diesen Einsatz vorgesehen
sind, lehnen ihn dankend ab. Selbst überlebensfähige Bauernhöfe,
egal ob
konventionell oder biologisch, finden häufig keinen Nachfolger mehr. Nur
große, voll technisierte und arbeitsteilg organisierte Betriebe können
junge
Menschen für den Bauernberuf begeistern. Das beweisen insbesondere
erfolgreiche Biobetriebe. In einem Kommentar für DIE WELT beschreibt Dirk
Maxeiner die neuen "Eco"-Bauern.
http://www.welt.de/daten/2000/12/06/1206fo207217.htx
---------------------------------------------------------------------------
Kommentare 2
DIE KATASTROPHE DER AGRAR-PLANWIRTSCHAFT
"Was hatte die kommunistische Planwirtschaft mit der heutigen
EU-Agrarplanwirtschaft gemeinsam? Sie scheiterte nicht nur ökonomisch
sondern auch moralisch.
Die wechselnden Skandale folgen zwangsläufig aus einer absurden
Agrarordnung, die Verschwendung, Umweltzerstörung und Tierquälerei
begünstigt. Am Portal zu diesem bürokratischen Irrgarten hockt als
trauriges
Wappentier eine wahnsinnige Kuh . . . "
In DIE WELT machte sich Michael Miersch mit markigen Worten zum Thema
Landwirtschaft Luft. Zu lesen unter
http://www.welt.de/daten/2000/11/27/1127de205349.htx
---------------------------------------------------------------------------
Kommentare 3
DIE DEUTSCHEN UND DIE NATUR
Wer viel kritisiert muß auch mal loben können, sogar die Bundesregierung.
Unter dem Titel "Die Deutschen und die Natur" hat Michael Miersch
einen
Kommentar für DIE WELT zur geplanten Naturschutzreform verfaßt. Darin
kommt
der grüne Umweltminister richtig gut weg. "Trittins Reform verdient
alle
Unterstützung", heißt es wörtlich. Zu lesen unter
http://www.welt.de/daten/2000/11/13/1113fo202114.htx
---------------------------------------------------------------------------
Kommentare 4
DIE ZUKUNFT DER LANDWIRTSCHAFT
Um die Grüne Woche herum (19.1 - 28.1.) wird in DIE WELT ein gemeinsamer
Text von Maxeiner/Miersch erscheinen: Thesen zu einer zukunftsfähigen
Landwirtschaft. Wir skizzieren darin mögliche Wege zu einer ökonomisch
gesunden und ökologisch sauberen Agrarkultur, ohne Dauersubventionen,
Umweltverschmutzung, Tierquälerei und krankmachende Lebensmittel. Die
Alternative liegt nicht, wie viele meinen, in falscher Landromantik und
einer Idealisierung des kleinen Familienbetriebs. Also: zur Grünen Woche
DIE
WELT kaufen.
---------------------------------------------------------------------------
Neue Links 1
http://www.fumento.com
Der Journalist und Buchautor Michael Fumento gehört zu den bekanntesten
amerikanischen Mythenkillern. Er beschäftigt sich vor allem mit
Gesundheits-, Umwelt- und Wissenschaftsthemen. Seine umfangreiche Webseite
ist eine Fundgrube für skeptische Aufklärung und beinhaltet immer
wieder
überraschende, neue Gedanken.
---------------------------------------------------------------------------
Neue Links 2
http://wildlife-programme.gtz.de/wildlife
Auf dieser Website gibt es ausgezeichnete Informationen aus erster Hand über
die Wirksamkeit wirtschaftlicher Instrumente im Naturschutz.
Besonders interessantt sind die Seiten über das tansanischen
Selous-Wilschutzgebiet. Dort wurde die Wilderei gestoppt, indem man legale
Jagdmöglichkeiten für die umliegenden Dörfer entwickelte und
ihnen Anteile
am Gewinn aus dem kommerziellen Jagdtourismus zusprach. Ein vorbildliches
und erfolgreiches Naturschutzpojekt in einem der ärmsten Länder der
Erde.
---------------------------------------------------------------------------
Neue Links 3
http://www.libertarian.to
Die Website von Libertarian International, einer in Holland gemeldeten
Stiftung. Libertarian International versteht sich als Netzwerk der
Radikalliberalen und Libertären in Europa. Aktuelle Neuigkeiten aus der
Giftküche neoliberaler Hyänen.
---------------------------------------------------------------------------
Buchtipps 1
BITTERE MEDIZIN GEGEN LINKE MYTHEN
In seinem Buch "Rot und Braun" untersucht der französische Journalist
Tierry
Wolton die Geschichte der Zusammenarbeit zwischen Kommunisten und Nazis im
20. Jahrhundert. Ein verdienstvolles Werk, denn selbst liberale Geister, die
den Kommunismus als bankrottes System abgehakt haben, glauben immer noch an
den Mythos vom heldenhaften linken Antifaschismus. Wolton weist anhand
vieler historischer Quellen nach, wie sich Rote und Braune bereits in der
Weimarer Republik die Hände reichten. Wie Stalins Hilfe Hitlers Krieg erst
möglich machte und wie die Ideologiegeschichte beider Systeme auf gemeinsame
Wurzeln zurückgeht. Dieses Aufklärungsbuch des Anti-Totalitarismus
zeigt,
rote und braune Heilsverkünder hatten immer nur einen Feind: die Freiheit.
Tierry Wolton
ROT UND BRAUN - DER PAKT GEGEN DIE DEMOKRATIE VON 1939 BIS HEUTE
Hoffmann und Campe Verlag
Hamburg 2000
Direkt zur Bestellseite bei amazon.de:
http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3455113109/qid=975948022/sr=1-1/028-4934828-1685322
---------------------------------------------------------------------------
Buchtipps 2
NEHRUS ERSTARRTES ERBE
Es ist eine Freude zu verfolgen, wie sich immer mehr liberale Denker aus
Entwicklungs- und Schwellenländern zu Wort melden. Sie glauben nicht mehr
an
die Propaganda ihrer staatlichen Eliten, die alle wirtschaftlichen Probleme
mit der Erblast aus der Kolonialgeschichte erklären. Statt dessen werfen
sie
einen kritischen Blick auf die eigenen Bürokratien und Staatsmonopole.
Chakraverti fragt warum ein Land, das die besten Softwareexperten der Welt
hervorbringt, nicht in der Lage ist befahrbare Straßen zu bauen und sucht
nach den Ursachen von Stagnation, Fatalismus und Mißwirtschaft.
Sauvik Chakraverti
ANTIDOTE - ESSAYS AGAINST THE SOCIALIST INDIAN STATE
Macmillan India Ltd.
Delhi 2000
Direkt zur Bestellseite bei Laissez Faire Books:
http://laissezfaire.org/product.cfm?op=view&pid=IL8255
---------------------------------------------------------------------------
Buchtipps 3
WO LEBEN WIR EIGENTLICH?
Der Wirtschaftsjournalist Günter Ederer hat eine Buch über Deutschland
geschrieben, das voller haarsträubender Fakten steckt. Das Porträt
einer
Gesellschaft, die in allen Lebensbereichen von 140 Ministerien und 600.000
Verwaltungsangestellten gegängelt wird. Nach der Lektüre zweifelt
man kaum
noch daran, dass unser gemütliches "Volksheim" zur geschlossenen
Anstalt
geworden ist. Jedes Kapitel analysiert einen Bereich der alltäglichen
Freiheitsberaubung: Subventionen, Rente, Verhinderung von Wettbewerb durch
Verbände, Bildung, Verkehr, Klimapolitik und vieles mehr. Ederer ergreift
klar Partei für Freiheit, Markt und Eigenverantwortung und zieht immer
wieder erhellende Vergleiche. Beispiel: Würde man die 370 Milliarden Mark,
die der Staat alljährlich an Subventionen verpulvert, einsparen, könnte
die
Lohn- und Einkommenssteuer erlassen werden (280 Milliarden Mark) und es
blieben immer noch zusätzliche 90 Milliarden in der Staatskasse, um die
Schulden abzutragen. Eines der wichtigsten und wertvollsten politischen
Bücher über das Deutschland der Gegenwart.
Günter Ederer
DIE SEHNSUCHT NACH EINER VERLOGENEN WELT - UNSERE ANGST VOR FREIHEIT, MARKT
UND EIGENVERANTWORTUNG
C. Bertelsmann Verlag
München 2000
Direkt zur Bestellseite bei amazon.de:
http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3570004325/o/qid=978953392/sr=2-1/302-6751380-9684061
---------------------------------------------------------------------------
Buchtipps 4
GRUNDKURS IN RADIKALEM LIBERALISMUS
André F. Lichtschlag, Herausgeber der anarcho-kapitalistischen Zeitschrift
EIGENTÜMLICH FREI hat einen kurzen Abriß der Geschichte der libertären
Geistesströmung in den USA und Deutschland geschrieben. Überaus nützlich
für jeden, der einen Überblick über den radikalen Liberalismus
der Gegenwart
gewinnen will. Lichtschlag zeigt die geistigen Wurzeln und beschreibt die
Geschichte der libertären Organisationen und Netzwerke, die 1969 begann.
Während auf dem Feld der Politik manche Libertäre zu Sektierern wurden,
gründeten radikalliberale Ökonomen Denkschulen, die heute bereits
Mainstream
sind und mit Nobelpreisen geehrt wurden.
André F. Lichtschlag
LIBERTARIANISM. EINE (ANTI-)POLITISCHE BEWEGUNG IN DEN USA UND IHRE
BEDEUTUNG FÜR DEUTSCHLAND
Verlag Gabriele Becker
Grevenboich 2000
Direkt zu bestellen bei
http://www.eifrei.de/edition.htm
---------------------------------------------------------------------------
Wir verabschieden uns bis zur nächsten Ausgabe von DIE FROHE BOTSCHAFT!
mit
einigen aufrüttelnden Zitaten:
"In der Polarregion hat ein erheblicher und unerklärlicher Klimawandel
stattgefunden. Die seit Jahrhunderten undurchdringliche Eisbarriere in den
hohen nördlichen Breiten hat innerhalb der letzten zwei Jahre dramatisch
abgenommen."
"50 000 Quadratkilometer zwischen 74 und 80 Grad nördlicher Breite,
die
bislang in der Grönlandsee mit Eis bedeckt waren, sind in den letzten zwei
Jahren komplett verschwunden".
"Die Überschwemmungen, die im Sommer jene Gebiete Deutschlands überflutet
haben, deren Flüsse in den schneebedeckten Bergen entspringen, beweisen
mit
großer Sicherheit, dass es neue Gründe für eine Erderwärmung
geben muß..."
Alle Zitate stammen aus einem Brief des Präsidenten der britischen
Wissenschaftsakademie "Royal Society". Sein Datum: 20.November 1817.