DIE FROHE BOTSCHAFT! Nr. 4 - 13.03.2001


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Gentechnik

OHNE REIS KEIN PREIS!

Wir möchten die Deutsche Bundesstiftung Umwelt ermuntern, den Diskurs
über Moral und Verantwortungsbewußtsein zu beflügeln. Deshalb schlagen
wir vor, den beiden Gentechnik-Pionieren Ingo Potrykus und Peter Beyer
den mit einer Million Mark dotierten Deutschen Umweltpreis zu verleihen.
Die beiden deutschen Forscher haben ein außergewöhnliches Kapitel
Umwelt- und Wissenschaftsgeschichte geschrieben. Ihre gentechnisch
gezüchteter "goldener Reis" ist reich an Vitamin-A. Weltweit leiden
über 100 Millionen Kinder an schwerem Vitamin-A-Mangel, ein bis zwei
Millionen sterben daran, viele leiden an schweren Sehstörungen.
Die Schöpfer der für die ärmsten Kleinbauern entwickelten Reissorte
haben ihre Erfindung (und damit die Arbeit von zehn Jahren) in einem
symbolischen Akt im Reisforschungsinstitut Los Banos auf den Phillipinen
an die Entwicklungsländer verschenkt. Zuvor ist es ihnen gelungen sechs
Weltkonzerne, darunter Bayer und Monsanto, ebenfalls zur Patentfreigabe
der entscheidenden biotechnischen Verfahren für diesen Zweck zu bewegen.
"Mit der Freigabe gleich mehrerer Patente ist ihnen ein in der
Wissenschafts- und Industriegeschichte einmaliger Coup gelungen",
schreibt die FAZ (27.01.01)
Die Zeitung war eines der wenigen Medien, die die Nachricht
verbreiteten. Auch deutsche Politiker, die sich sonst gerne im
moralischen Glanz anderer sonnen, blieben merkwürdig stumm. Von Seiten
der Gentechnikgegner ernteten Potrykus und Beyer sogar Häme und
Vorwürfe ein "trojanisches Pferd" der Konzerne zu sein. Und dies obwohl
sie alle Forderungen, die von den Gegnern gestellt werden, erfüllten:
"Unsere Reissorte wurde weder von der Industrie noch für sie entwickelt.
Sie vermeidet die unglückseeligen Folgen der Grünen Revolution. Ihr
Nutzen liegt ganz bei den armen Bevölkerungsschichten, sie wird
kostenlos und ohne Beschränkung an bäuerliche Selbstversorger
abgegeben. Jede Ernte kann zur Wiederaussaat verwendet werden. Sie
schafft keinerlei neue Abhängigkeiten, und sie bietet reichen
Landbesitzern keine Vorteile. Ebenso wenig beeinträchtigt sie die
natürliche Artenvielfalt. Und sie hat, soweit erkennbar, weder negative
Auswirkungen auf die Umwelt, noch birgt sie gesundheitliche Gefahren für
die Verbraucher."
Der Umweltpreis der Deutschen Bundesstiftung Umwelt ging im Jahr 2000 an
einen umweltbewußten Klinikchef und einen Windradbauer. Die
herrausragende Pioniertat des Jahres 2001 haben nun sicherlich Ingo
Potrykus und Peter Beyer geleistet. Ihre Leistung erfüllt geradezu
prototypisch die Kriterien für den Deutschen Umweltpreis. In den
Vergaberichtlinien heißt es unter anderem: Die ausgezeichnete Leistung
soll in erster Linie Vorbildfunktion für andere Personen, Unternehmen
und Organisationen haben. Die zu prämierende Leistung sollte dazu
beitragen, Umweltprobleme rechtzeitig zu erkennen und mit Hilfe
geeigneter Vorsorge- und Umsetzungsstrategien zu entschärfen.
Innovative, vernetzte ganzheitliche Lösungsansätze werden besonders
berücksichtigt. Dabei werden kooperationsstiftende Leistungen mit
interdisziplinärer Ausprägung vorrangig bewertet.
Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt kann unter
http://www.dbu.de/umweltpreis/vorschlagswesen.htm
mit Vorschlägen für die Preisvergabe versorgt werden. In diesem Fall
könnte man auch sagen: Konfrontiert werden. Also nur zu, werte
Abonnenten, helfen wir ein wenig nach!

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Dekadenz

ARMES AMERIKA

Mein Gott was soll aus dem Land der Freiheit werden, wenn sich schon die
Getreuen des Hardcore Texaners George W.Bush ein politisch korrektes
Mäntelchen anlegen. Die neue Innenministerin Gale Norton trug bei ihrem
Antrittsbesuch im Kongreß einen Mantel aus Kunstpelz. Als Tierrechtler
angesichts des scheinbar haarigen Kleidungsstücks protestierten,
erklärte die Republikanerin, dass ihr Mantel vollsynthetisch sei.
Vielleicht hatte ja auch ihr Chef darauf gedrungen, schließlich werden
Kunstfasern aus Erdöl gemacht - und das mögen Texaner.

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Balkan

BÜRGERKRIEG JA, GENMAIS NEIN

Die Vereinigten Staaten haben eine Tierfutterspende im Wert von vier
Millionen Dollar zurückgezogen, weil die bosnischen Behörden sie nicht
annehmen wollten. Der Grund: Das Futter könnte gentechnisch veränderten
Mais enthalten. Die Spende war gedacht, um die Folgen einer Dürre im
vergangenen Jahr abzumildern.
Erstaunlich wie schnell eine Gesellschaft aus präzivilisatorischen
Zuständen, in denen sich alle gegenseitig massakrieren, in den
angststarren Kulturpessimismus des Westens überwechseln kann.
Ägypten verhängte unterdessen ein Importverbot für Thunfisch aus
Thailand, der in Öl aus gentechnisch verändertem Soja eingelegt ist.
Angesichts der extremen Luft- und Wasserverschmutzung in Kairo und
Umgebung eine erstaunliche Anwandlung staatlicher Gesundheitsvorsorge.

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Verbraucher 1

WASSER MARSCH!

Seit Jahren werden die Wasserpreise erhöht, um der Bevölkerung die
Verschwendung des vorgeblich knappen Gutes auszutreiben. Viele Bürger
haben sogar mit viel Geld und Mühe Brauch- und Regenwasserwasser-Anlagen
installiert. Der Verband der Gas- und Wasserwirtschaft teilt nun mit,
wir sollten mit dem Verbrauch nicht so geizen, das verursache nur
Kosten. So müßen verstopfte Abwasserrohre unter hohem Druck und mit
vielen tausend Litern Wasser wieder freigeblasen werden.
Das ist bald nicht mehr nötig. Aufgrund der EU-weiten Novellierung der
Trinkwasser-Verordnung wird die Benutzung von Brauchwasser in
geschlossenen Räumen, also beispielsweise das Wäschewaschen mit
Regenwasser, ausdrücklich verboten! Von der bestehenden Möglichkeit
dieses europäische Recht in Deutschland nicht anzuwenden, wollen die
verantwortlichen Bundes- und Landepolitiker (darunter viele Grüne)
keinen Gebrauch machen. Die gleichen Leute, die vor kurzem noch mit
Duschverboten smphatisierten, haben es sich jetzt anders überlegt:
Regenwasser ist pfui - aus hygienischen Gründen. Schließlich wird
gerade eine neue Sau durchs Dorf getrieben: Der zügige
Trinkwasserverbrauch dient jetzt dem Gesundheitsschutz des neuen
politischen Hätschelkindes Namens "Verbraucher". Wetten, dass dies die
Wasserpreise nicht davon abhalten wird, erneut zu steigen? Es lebe der
Wasserverbraucher!

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Verbraucher 2

NACHHALTIGER KONSUM

Die Pressemitteilung 4/01 vom Bundesverband der Verbraucherzentralen und
Verbraucherverbände hat uns in kurzzeitig Verwirrung gestürzt. In dem
Text über die "Wende der Verbraucherpolitik" wird allen Ernstes
"nachhaltiger Konsum" gefordert. Da kam einen Moment lang Freude auf.
Kündigte sich hier das Ende der ewigen Verzichtspredigten an. Dürfen wir
es jetzt so richtig nachhaltig krachen lassen, unserer Selbstsucht
nachgehen und all den bunten Tand kaufen, vor denen uns die
Verbraucherzentralen immer gewarnt haben. Natürlich nicht. Mit
"nachhaltigem Konsum" war nur gemeint, dass man den üblichen öden
Ökokram kaufen soll. Dachten wir uns schon. Aber es bleibt ein schönes
Beispiel dafür, das der Inhalt des Wortes "nachhaltig" zunehmend gegen
Null tendiert.
Gegen Ende der Pressemitteilung wußten wir dann wieder, woran wir sind.
Da fordern die Verbraucherzentralen, dass der Staat ein Prozent aller
Werbetats enteignen soll, um die Kohle an - na wen wohl? - die
Verbraucherzentralen zu verteilen. Wir unterstützen diesen Vorschlag,
wenn wir zehn Prozent abbekommen.

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Weltbevölkerung

WAS DARF AUF DIE TITELSEITE?

Wie deutsche Medien mit müttlericher Vorsorge die Nachrichten für uns
sortieren, wurde wieder einmal deutlich, als Ende Februar der neue
UN-Bericht zur Weltbevölkerung erschien. Die Nachricht prangte auf fast
allen Titelseiten und bekam reichlich Sendeminuten. Der Grund: Erstmals
seit vielen Jahren hatten die UN-Demographen ihre Wachstumsprognose nach
oben korrigiert. Die mittlere Variante geht nunmehr von 9,3 Milliarden
Erdenbürgern für das Jahr 2050 aus. Das sind 431 Millionen Köpfe mehr
als in der letzten Prognose von 1998.
Seltsamerweise fanden die drei vorherigen Revisionen (1994, 1996 und
1998) bei weitem weniger Resonanz in den Medien. Sie korrigierten das
voraussichtliche Bevökerungswachstum nach unten.

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Gratulation

MAULWURF ÜBERNIMMT DEN CLUB OF ROME

In der Zeitschrift CLUB FORUM der Deutschen Gesellschaft für den Club of
Rome (3./4. Quartal 2000) fanden wir ein Porträt des neuen Präsidenten
Prinz Hassan von Jordanien. Besonders seine Hobbys haben uns gefallen,
jedoch auch ein wenig nachdenklich gemacht. Es werden genannt: Polo
(Tierschutz!), Helicopterfliegen und Fallschirmspringen (Fluglärm,CO2!),
Taekwondo (Machotum!), Skifahren, Tauchen, Wasserski, Bergsteigen,
Wandern (Naturzerstörung!) und - an letzter Stelle - Familie
(Männlicher Chauvinismus!). Der Mann ist offenbar ein Fall für den neu
gegründeten deutschen Nachhaltigkeitsrat, oder zumindest eine
Denkschrift des Club of Rome.
In der selben Zeitschrift lasen wir mit Interesse den Aufsatz über ein
Kolloquium der Gruppe Ethik-21 in Kooperation mit der Deutschen
Gesellschaft für den Club of Rome. Es ging - wenn wir den Text richtig
verstanden haben - irgendwie um Medizin und Gesundheit und so. Das war
aber nicht so einfach rauszukriegen. Textprobe: "Im Sinne der
hochsensiblen, wechselseitigen Beziehung zwischen Behandler und
Behandeltem gilt für die gegenwärtige und zukünftige Heilkunde
grundsätzlich zu klären, warum denn eine "gute" Beziehung grundsätzlich
gewünscht wird und was dies Beziehung phänotypisch auszeichnen soll."
Das fragen wir uns auch.

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Klima

SATANISCHE FOTOS

Touristische Ausflüge amerikanischer U-Boote stehen in letzter Zeit
nicht immer unter einem guten Stern. Jetzt versenken Sie auch noch ein
hübsches Klima-Märchen. Angeblich (wir haben darüber berichtet) war der
Nordpol im Jahr 2000 zum ersten mal seit 50 Millionen Jahren eisfrei.
Ein kleines Stelldichein dreier US-Unterseeboote am eisfreien Nordpol
beweist das Gegenteil. Das Treffen fand schon 1987 statt ? und es war
nicht das erste mal.

http://www.microtech.com.au/daly/polar/arctic.htm

Die Seite einfach bis zu den Fotos runterscrollen. Ach übrigens: Im
sibirischen Kemerovo wurde im Januar minus 70 Grad gemessen ? Das wäre
die kälteste jemals auf der Nordhalbkugel gemessene Temperatur (noch
nicht offiziell bestätigt). Ganz schön kalt im Treibhaus, zumal sich der
Norden laut den Computerprognosen am stärksten erwärmen müßte. Auch die
im März verbreitete Schlagzeile "Nie wieder Schnee am Kilimandscharo"
(Bild 21.02.01) läßt sich fotografisch in die Rechte Perspektive rücken:
1983 lag tatsächlich viel mehr Schnee da oben, 1976 aber weniger....

http://www.microtech.com.au/daly/index.htm
(ebenfalls runterscrollen).

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Kommentare 1

GESUNDE RINDER IM GLÄSERNEN STALL

Unter diesem Titel erschienen unsere Thesen zu einer zukunftsfähigen
Landwirtschaftein in DIE WELT vom 13.1.2001. Wir skizzieren mögliche
Wege zu einer ökonomisch gesunden und ökologisch sauberen Agrarkultur,
ohne Dauersubventionen, Umweltverschmutzung, Tierquälerei und
krankmachende Lebensmittel. Die Alternative liegt nicht, wie viele
meinen, in falscher Landromantik und einer Idealisierung des kleinen
Familienbetriebs. Zu lesen unter

http://www.welt.de/daten/2001/01/13/0113fo215254.htx

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Kommentare 2

ACHTUNG DER SPRACHWART KOMMT

Dirk Maxeiner in DIE WELT über sprachliche Regulierungswut. Ausgerechnet
jene Stümper, die uns die Rechtschreibereform eingebrockt haben, wollen
jetzt auch noch den Gebrauch von Anglismen regeln. Zu lesen unter:

http://www.welt.de/daten/2001/02/16/0216fo222972.htx

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Kommentare 3

REALSATIRE ÖKOSTEUER

Im Jahr nach der Einführung der Ökosteuer sind in Deutschland erstmals
seit fünf Jahren die Kohlendioxid-Emissionen wieder angestiegen.
Dahinter stehen perverse Wettbewerbsverzerrungen unter anderem durch
Öko- und Mineralölsteuern. Wenn die Bahn beispielsweise ihre
Diesellokomotiven verschrottet und auf kohlebetriebene Dampfloks
umsteigt, spart sie aus dem Stand 200 Millionen Mark. Dirk Maxeiner über
die kuriosesten Auswirkungen des Steuer- und Subventions-Wahnsinns. Zu
lesen in DIE WELT unter:

http://www.welt.de/daten/2001/03/08/0308fo227880.htx

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Neue Links 1

http://www.extropy.org

Die Seiten der Extropier, einem Netzwerk aus Denkern, die größtenteils
in Kalifornien beheimatet sind und die menschlichen Grenzen
überschreiten wollen. "Extropy" ist eine Metapher für eine radikal
fortschrittsoptimistische Haltung. Dazu gehören rationales Denken und
eine libertäre Grundhaltung. Extropier propagieren die permanente
wissenschaftlich, technische und soziale Evolution, damit die
Möglichkeiten der Menschen immer größer und vielfältiger werden.
Extropier Freeman Dyson schreibt: "Das Menschsein kommt mir wie ein
großartiger Anfang vor, aber nicht wie das letzte Wort." Eine Warnung
vor den radikalen Ideen der Extropier war der FAZ immerhin eine ganze
Seite wert (Echt nett, dass die Webadresse dabeistand).

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Neue Links 2

http://wwww. theonion.com

Anklicken und ablachen. Online-Version eines satirischen Wochenblattes
aus den USA. Obacht: Nicht ganz jugendfrei und manchmal recht deftig.

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Neue Links 3

http://www.liberalia.com

Aufsätze zur politischen Theorie des Liberalismus, die zumeist aus
libertärer Warte argumentieren. Etwas unübersichtlich aber teilweise
guter Lesestoff.

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Neue Links 4

http://www.gaertner-online.de

Die Website unseres alten Freundes und Kollegen Edgar Gärtner, einst
Mitbegründer und leitender Redakteur von ÖKOLOGISCHE BRIEFE und
Chefredakteur des WWF-JOURNAL. Wer "Diskussion" anklickt, findet
Aufsätze über Themen wie "Klimakatastrophe "oder "Nachhaltigkeit", in
denen Gärtner ideologisch motivierte und praktisch verfehlte
Umweltpolitik analysiert.

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Buchtipps 1

SO LÜGEN JOURNALISTEN

"Was Sie heute in den Köpfen der Menschen finden, ist oft gar nicht mehr
die Realität, sondern eine von den Medien konstruierte, hergestellte
Wirklichkeit", sagt Elisabeth Noelle-Neumann. Der FAZ-Autor Udo Ulfkotte
hat dafür eine beindruckende Sammlung von Fallbeispielen
zusammengetragen. Als erhellende Lektüre ebenso geeignet wie als
Nachschlagewerk.

Udo Ulfkotte
SO LÜGEN JOURNALISTEN
C. BertelsmannVerlag
München 2000
46 Mark

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Buchtipps 2

DIE BESTE STAATSFEINDLICHE SATIRE ALLER ZEITEN

Zum Schluß empfehlen wir einen Klassiker, den man immer mal wieder mal
zur Hand nehmen sollte: "Die Abenteuer des braven Soldaten Schwejk" von
Jaroslav Hasek. Schwejk zeigt wie man Humor und Optimismus die
Staatsmacht lahmlegt und ihre Vetreter zur Verzweiflung bringt. In
Haseks Buch wird der ganze Zoo aus Kontrolleuren, Bürokraten und
sonstigen rückgradlosen Kreaturen vorgeführt, die jedem aufgeblähten
Regime zu Willen sind. Lachen ist die beste Methode, sie außer Gefecht
zu setzen. Schwejk fast übrigens unser neues Buch DAS MEPHISTO-PRINZIP
in einem Satz zusammen: "Wenns alle Menschen mit den andern Menschen
gut meinen möchten, tät bald einer den andern erschlagen."

Jaroslav Hasek
DIE ABENTEUER DES BRAVEN SOLDATEN SCHWEJK
Diverse deutsche Verlage bieten den Titel zwischen 14 und 27,80 Mark an.

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Wir verabschieden uns bis zur nächsten Ausgabe von DIE FROHE BOTSCHAFT!
mit einem Hinweis in eigener Sache: Unser neues Buch ist im Handel!

DAS MEPHISTO PRINZIP
WARUM ES BESSER IST, NICHT GUT ZU SEIN.

Wer online bestellen will kann dies beim Eichborn Verlag sofort tun:

http://www.eichborn.de/katalog/equipment/ct2.asp?isbn=1636