DIE FROHE BOTSCHAFT! Nr. 5 - 16.5.2001


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China

SCHELCHTE NACHRICHTEN FÜR MALTHUSIANER

Liebes Worldwatch Institute, lieber Lester Brown, nun erzählt ihr uns seit
nunmehr dreißig Jahren, dass demnächst das Getreide knapp wird. Und
jetzt das: China hat viermal so hohe Getreidevorräte wie bisher angenom-
men. Dies meldete die FAZ am 12.5.01unter Berufung auf das US-
Landwirtschaftsministerium und die FAO. Die Amis sind damit endlich dahin-
ter gekommen, warum der Getreidepreis in letzter Zeit häufiger auf histori-
sche Tiefststände sank. Vermutet wird: China hat in überschaubarer Zukunft
keinen dringenden Importbedarf an Weizen, sondern wird im Gegenteil kräf-
tig exportieren. Damit bahnt sich die nächste Katastrophe an: Unsere Bauern
und ihre amerikanischen Kollegen müssen demnächst verhungern, weil die
Chinesen so viel Getreide exportieren.

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Manager

DIE BEFINDLICHKEIT DER S-KLASSE

Echt herzig unsere Elite. Das Meinungsforschungsinstitut IRES befragte 400
Wirtschaftführer, was ihnen „einen Kick gibt". Dabei kam, so die WIRT-
SCHAFTSWOCHE (10.5.01) „ein einmaliges Soziogramm deutscher Chefs
im Spiegel ihrer Vorlieben und Abneigungen heraus." Ganz arg mögen unser
Bosse zum Beispiel Porsche (Faszinationsgrad 6,3 auf einer Skala von 1 bis
10) und Mercedes Benz (6,1), aber nach Ferrari (5,9) kommt schon bald
Mutter Theresa (5,5). Donnerwetter: Ehrlichkeit (7,8) und Liebe (8,1) zählen
mehr als Inlineskating (3,1). Goethe (5,0) ist doch glatt angesehener als Lo-
thar Matthäus (2,4). Hut ab! Geld (7,1), aber auch Delphine (6,4), finden
deutsche Manager viel besser als den Euro (3,8). Greenpeace (5,4) ist weit-
aus beliebter als Roland Berger (2,8). Kein Wunder, bei Berger helfen keine
grünen Sprüche, sondern nur schwarze Zahlen.

Das American Institute of Philanthropy hat zur Abwechslung mal Greenpeace
kontrolliert. In einer vergleichenden Untersuchung über den Umgang mit
Spendengeldern landete Greenpeace auf dem vorvorletzten Platz, denn die
Organisation steckt ihre Spendenvermögen kaum einmal in Umweltschutz-
projekte.

Dies und viele weitere Hintergrundinformationen zu Politik und Wirtschafts-
weise großer Umweltorganisationen findet man in einer ausgezeichnet re-
cherchierten Serie der kalifornische Zeitschrift SACRAMENTO BEE. Link:

http://www.sacbee.com/news/projects/environment/index02.html

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Mobilität

LEXIKON DER BAHN-IRRTÜMER

Die Bahn ist uns lieb und teuer und wir genießen unser Arbeitsleben sehr oft
in vollen Zügen (was wir allemal besser finden, als auf der Autobahn dumm
rumzustehen). Der Gedanke mehr Verkehr von der Straße auf die Schiene
zu bringen ist uns daher hoch sympathisch. Dennoch sollte man das tatsäch-
liche Potenzial nicht überschätzen. Wer sich ein realistischen Bild von
„Wunsch und Wirklichkeit" in Sachen Deutsche Bahn machen will, dem sei
die Broschüre „Von der Straße auf die Schiene" des Instituts der deutschen
Wirtschaft empfohlen.

Die Fakten sind ernüchternd: Wenn nur 7,9 Prozent des LKW-Güterverkehrs
auf die Bahn verlagert würden, müsste diese ihre Transportleistung glatt ver-
doppeln. Wollten von den heutigen Autofahrern 13 Prozent umsteigen, so
müsste die Bahn ihre Transportleistung sogar verdreifachen. Doch selbst
wenn dieses mit großem Aufwand gelänge, käme beispielsweise nur eine
Kohldioxidersparnis von 14 Millionen Tonnen im Jahr dabei heraus. Zum
Vergleich: Die jährlich durch Verkehrsstaus unnötig emittierte Kohlendioxid-
menge beträgt 35 Millionen Tonnen. Die Studie kann bestellt werden über:

div@wkoeln.de

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Adel

UNKORREKTE KÖNIGIN

Dänemarks Königin Margrethe II. wurde von der britischen Medizinzeitschrift
THE LANCET heftig ob ihrer öffentlichen Qualmorgien gescholten. Das
schlechte Vorbild der Monarchin sei für die ungewöhnlich hohe und steigen-
de Sterblichkeit von dänischen Frauen zwischen 45 und 74 mitverantwortlich.

Doch trotz ihres schlimmen Lasters führt sie eine glückliche Ehe. Ihr Gatte
Henrik (Nichtraucher) sprang ihr beherzt an die königliche Seite. Der Zwang
zu politischer Korrektheit führe, so der Prinz aus Dänemark, lediglich zu
„Neupuritanismus, und den wolle doch wohl keiner." Wir jedenfalls nicht.
Wer den starken Tobak der Königin einmal ausprobieren möchte: Die Marke
heißt Karelia, stammt aus Griechenland und ist garantiert höchst ungesund.
Quelle: Handelsblatt vom 20. 3.2001

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Hollywood

DIE WAHRHEIT ÜBER JULIA ROBERTS

Führende Krebsforscher, wie der Molekularbiologe Bruce Ames, kritisierten
anlässlich der diesjährigen Oskarverleihung an Julia Roberts den Erfolgsfilm
„Erin Brockovich". Darin spielt die Hollywoodschönheit eine Anwaltsgehilfin,
die einem großen US-Energieunternehmen ein Rekordschmerzensgeld ab-
ringt. Die Story basiert auf der Geschichte der Bürger von Hinkley, Kalifor-
nien, deren Grundwasser mit Hexa-Chrom kontaminiert wurde. Mehr als
6000 Einwohner machten Pacific Gas & Electric in einer Sammelklage für
eine Reihe von Erkrankungen, von Nasenbluten, über Fehlgeburten bis zu
Brustkrebs, verantwortlich. Die Firma zahlte 333 Millionen Dollar (40 Prozent
davon gingen an Erin Brockovichs Kanzlei).

„Es ist einfach nicht plausibel, dass die minimalen Chromrückstände im
Trinkwasser all diese Krankheiten verursacht haben sollen. Aus toxikologi-
scher und epidemiologischer Sicht ist das absolut unmöglich," sagt Ames,
einst Vorzeigeforscher der amerikanischen Öko-Bewegung. Zusammen mit
Kollegen der University of California in Berkeley wendet er sich gegen den
Mythos, dass winzige Spuren von Chemikalien in unserer Nahrung die Ursa-
che für einen Großteil der Krebserkrankungen sein sollen. „Heute verbringe
ich zehn Prozent meiner Zeit damit," sagt der 73jährige, „Umweltaktivisten
ihre Illusionen zu nehmen."
Quelle: Berliner Zeitung vom 21. 3.2001

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Tierschutz 1

SCHWEINISCHE IDYLLE

Der Deutsche Bauernverband trat im April mit einer bemerkenswerten Kam-
pagne in die Öffentlichkeit. Sonnleitners Traktorbrigade klebte Plakate mit
dem Slogan „Impfen statt Töten". Das ist im Kern berechtigt, denn die Keu-
lungspolitik der EU in Sachen Maul- und Klauenseuche wird von vielen Ex-
perten mit guten Argumenten kritisiert. Völlig daneben jedoch die Fotomotive
des bäuerlichen Protestplakates: Allerliebste Kühe und Schäfchen genießen
mit treuherzigem Blick ihr Leben auf grünen Wiesen. Der Deutsche Bauern-
verband als Tierschutzverein? Das glaubt euch doch kein Schwein.

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Tierschutz 2

EIN HERZ FÜR WALE

Zu beginn der Walfangsaison hat Deutschland mal wieder auf höchster offi-
zieller Ebene gegen die bösen Norweger protestiert. Ministerin Künast riet
dem norwegischen Fischereiminister „eindringlich, auf den Fang von
Zwergwalen zu verzichten". Nach unserem Geschmack, ein bisschen viel
moralische Überheblichkeit für ein Land, das gerade Tausende Rinder und
Schafe vernichten lässt und bis heute immer noch übelste Formen der Nutz-
tierhaltung subventioniert.

Erfreulich objektiv war dagegen eine Reportage über Zwergwale in der ame-
rikanischen Ausgabe von NATIONAL GEOGRAPHIC (4/2001). Das Traditi-
onsblatt, das stets ein Wegbereiter für Umwelt- und Naturschutz war, sieht
den Walfang Norwegens und Japans nicht unkritisch, schreibt aber deutlich,
dass von einer Bedrohung der Zwergwale keine Rede sein kann. Laut NATI-
ONAL GEOGRAPHIC leben zirka eine Million Zwergwale in den Ozeanen,
von denen die beiden Walfangnationen pro Jahr maximal ein Promille erle-
gen.

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Spaßgesellschaft 1

RETTET DIE DEUTSCHE BADEANSTALT!

Die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) ist beunruhigt. Auf ihrem
Symposium „die Zukunft des Schwimmens" äußerte die nasse Truppe heftige
Bedenken gegen die Umwandlung rechteckiger Schwimmhallen in dekaden-
te Erlebnisbäder, die die Möglichkeit der deutschen Jugend in Zukunft noch
schwimmen zu lernen stark einschränke. Also ihr Warmduscher runter von
der Wasserrutsche und rein ins kalte Schwimmsportbecken.
Quelle: dpa, 16.3.2001

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Spaßgesellschaft 2

GRENZEN DER INFORMATIONSFREIHEIT

Unser Lieblingszitat des Monats stammt von der Deutschen Gesellschaft
Club of Rome (CLUBFORUM, 1.Quartal 2001) und lautet: „Informationen und
Bildungsinhalte sind im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung der Erde und
der Menschen erst dann sinnvoll, wenn sie a) eine wirtschaftliche Entwick-
lung von Menschen, Familien, Regionen fördern, b) zur Umweltverbesserung
beitragen und c) die sozialen Belange berücksichtigen. Alle gleichzeitig und
gleichwertig." Bei Durchsicht unseres Bücherregals fiel uns auf, dass be-
dauerlicherweise fast die gesamte Weltliteratur in diesem Sinne nicht nach-
haltig ist.

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Spaßgesellschaft 3

NACHHALTIGE KULTURWÜSTE

Offensichtlich ist den Saudi-Herrschern die gerade zitierte Schrift des Club of
Rome in die Hände gefallen und sie schritten entschlossen zur Tat: Die o-
berste religiöse Instanz des Landes verbot Spiele und Karten mit Pokemon-
Figuren. Begründung: Der Besitz der japanischen Comic-Erzeugnisse sei mit
dem Glückspiel verwandt und unterstütze den Zionismus, so die Religions-
wächter.

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Kommentare 1

DAS BÖSE UND DIE EDLEN WILDEN

In der FAZ vom 11.4.2001 beschreibt Dirk Maxeiner, wie im Kampf gegen die
angebliche Klimakatastrophe von vielen Wissenschaftlern und Umweltschüt-
zern mit Vermutungen und Übertreibungen gearbeitet wird. Erhältlich unter:

http://www.faz-archiv.de
(leider kostenpflichtig)

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Kommentare 2

DIE UNFEINE SEITE DER FEINKOSTJÜNGER

Im TAZ-MAGAZIN vom 24.3.2001 untersuchen wir die Frage, ob eine Re-
form der Landwirtschaft durch Abkehr von der Massenproduktion überhaupt
sinnvoll und möglich ist. Wir sehen uns das Weltbild der elitären Koalition aus
Feinschmeckern und Ökos mal genauer an und beschreiben ihre Verachtung
des gemeinen Aldi-Kunden. Die Alternative liegt für uns in einer ökologisch
optimierten aber technisch effizienten Massenproduktion, wie sie beispiels-
weise von großen Öko-Betrieben in Ostdeutschland praktiziert wird. Zum run-
terladen unter:

http://www.taz.de/pt/2001/03/24/a0210.nf/text.name,askcfHV1s.n,2

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Kommentare 3

AGRARREFORM JETZT GLEICH

Ein Kommentar von Michael Miersch über realistische Wege, die Missstände
in der Landwirtschaft zügig anzupacken. Die Möglichkeiten sind viel besser,
als uns manche Interessengruppen weismachen wollen. Sie finden den Text
unter:

http://www.welt.de/daten/2001/04/06/0406fo245605.htx

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Kommentare 4

NEW ECOLOGY STATT GRÜNER TANTIGKEIT

Ein Plädoyer für ökologische Zukunftspolitik statt grüner Ideologie. Erstarrtes
Denken schadet der Umwelt. Es ist Zeit für eine kritische Revision alter
Glaubenssätze. Sie finden den Text unter:
http://www.welt.de/daten/2001/05/14/0514fo253495.htx

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Neue Links 1

http://members.tripod.de/SparGewinn/index.html

Umweltschutz durch Eigennutz propagiert diese Website und gibt viele nütz-
liche Tipps, wie man im Alltag durch umweltgerechtes Verhalten jede Menge
Kohle spart. Man lernt: Geizkrägen sind die wahren Grünen.

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Neue Links 2

http://www.spiked.com

Ein britisches Online-Magazin mit vielen klugen Beiträgen von liberalen und
linken Skeptikern, ähnlich dem von uns hochgeschätzten Magazin NOVO
(http://www.novo-magazin.de).

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Neue Links 3

http://www.transhumanismus.de

In der vergangenen Ausgabe von DIE FROHE BOTSCHAFT! stellten wir die
Website extropy.org vor, einem amerikanischen Netzwerk aus radikalen
Fortschrittsoptimisten, die glauben, dass die technische Revolution den Men-
schen aus seinen biologischen Fesseln befreien wird. Eine ähnliches Forum
gibt es jetzt auch in deutscher Sprache, betrieben von der Deutschen Ge-
sellschaft für Transhumanismus.

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Neue Links 4

http://pqasb.pqarchiver.com/NRO/index.html

Wir werden ja manchmal ob unserer polemischen Ader geschimpft. Doch
gegen Jonah Goldberg vom NATIONAL REVIEW sind wir die reinsten Wai-
senknaben. Mit dem obigen Link kommt man zu einer rotzfrechen Tirade ge-
gen den modischen Vegetarismus. Kleine Kostprobe: „If God didn't want us
to eat cows He wouldn't have made them out of steak." Auf dieser Website
gibt es nur Anreißer umsonst, für die vollen Artikel muss man bezahlen.

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Neue Links 5

http://www.bekifft-ficken.de

Die Jungen Liberalen aus Schleswig-Holstein verdienen eindeutig den Preis
für den besten Domain-Namen. Mit ihrem Slogan „Lieber bekifft ficken als
besoffen Autofahren" machen die jungen Freiheitsfreunde unserer Ansicht
nach einen sehr konstruktiven Vorschlag. Dummerweise sprechen sie damit
genau die beiden Bereiche an, über die man in Deutschland einfach nicht
vernünftig reden kann: Drogen und Autos. Haltet durch Freunde (auch wenn
eure Mutterpartei sich tantig empört). Aufklärer müssen dicke Bretter bohren.

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Buchtipps 1

ÖKONOMIE FÜR DEN MENSCHEN

Der Nobelpreisträger für Wirtschaftswissenschaften Amartya Sen zeigt an-
schaulich dass wirtschaftliche Entwicklung und Freiheit untrennbar zusam-
mengehören. Er erklärt beispielsweise, warum es in einer funktionierenden
Mehrparteien-Demokratie noch nie eine Hungersnot gegeben hat. Freiheit ist
kein Luxus für Reiche, sondern genauso eine Voraussetzung für die Beseiti-
gung der Armut.

Amartya Sen
ÖKONOMIE FÜR DEN MENSCHEN
Hanser Verlag
München 2000
45 Mark

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Buchtipps 2

JEDE MASSE KLASSE

„Arbeitsplätze werden nicht geschaffen, sondern entstehen als Nebenproduk-
te (!) der Herstellung von Waren und dem Leisten von Diensten. Unterneh-
mer, die wirklich aus sozialer Verantwortung Arbeitsplätze schaffen und
nicht, um Gewinne zu erwirtschaften, können gleich Termine beim Konkurs-
richter vormerken lassen... Diesen Luxus kann sich nur leisten, wer nicht aufs
Geld verdienen angewiesen ist. Der Staat kann das, weil er seine Kosten mit
dem Geld anderer bezahlt. Aus den Gewinnen jener, die sich in diesem ver-
quasten Wortsinn unsozial verhalten müssen, damit Politik sich sozial gebär-
den kann." Solche und viele andere treffende Einsichten formuliert Fritz Flis-
zar in seinem Buch über das Aussterben der Arbeitslosigkeit und die Globali-
sierung.

Fritz Fliszar
JEDE MASSE KLASSE
Universum Verlag
Wiesbaden 1999
48 Mark

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Buchtipps 3

WILDES WILDE GEDANKEN

Die „Philosophischen Leitsätze zum Gebrauch für die Jugend" von Oscar
Wilde sind zeitlos geeignet, um Nachdenklichkeit und gute Laune gleichzeitig
hervorzurufen. Sie stehen in vielen Wilde-Sammlungen, unter anderem in:

Oscar Wilde
SÄMTLICHE ERZÄHLUNGEN
Diogenes Verlag
Zürich 1981
16,90 Mark

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Wir verabschieden uns bis zur nächsten Ausgabe von DIE FROHE BOT-
SCHAFT! mit drei Highlights aus den Besprechungen unseres Buches
DAS MEPHISTO-PRINZIP
WARUM ES BESSER IST, NICHT GUT ZU SEIN

„Eine Polemik ohne Rücksicht"
(Stuttgarter Zeitung)

„Das Buch entlarvt seine Autoren als das, was sie seit Jahren in Wirklichkeit
sind: dumpfe Handlanger des Big Business. Werfen wir es auf den überquel-
lenden Abfalleimer des Turbokapitalismus."
(Ö-Punkte, Der Informationsdienst für aktive Umweltschützer)

„Die Gedanken der beiden Autoren passen in eine Streichholzschachtel."
(Schwäbische Zeitung)