DIE FROHE BOTSCHAFT! Nr. 7 - 19.09.2001


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Terror
TRITTBRETTFAHRER DER ANGST
Nach dem Angriff auf den Westen haben selbstgewisse Linienrichter von
rechts und links in gewohnter Weise ihre alten Reflexe aktiviert. Von
links kommt immer deutlicher die Parole: Der Westen sei letztendlich
selbst schuld an dem Angriff. Anstatt den Fundamentalismus zum Feind zu
erklären, solle man ihm und seinen Anliegen mehr Verständnis entgegen
bringen. Von konservativer Seite erschallt indes der Ruf, der Westen
brauche endlich wieder einen starken Glauben an Gott und Vaterland. Der
Individualismus und Laizismus der offenen Gesellschaft erzeuge eine
wehrlose Beliebigkeit, die mit der Glaubenstärke der Gotteskrieger nicht
fertig werden könne.

Sowohl Rechte als auch Linke erklären versteckt oder offen die böse
Globalisierung zur eigentlichen Ursache des Terrors. In Deutschland wird
gerne auch die sogenannte „Spaßgesellschaft“ durchs globale Dorf
getrieben, gleichsam stellvertretend für den westlichen Lebensstil.
Ideologische Kriegsgewinnler aller Seiten kochen begeistert ihre
Süppchen und haben damit begonnen „den Opfern Täteranteile
zuzuschreiben“ (wie es Thomas Schmid in der FAZ formulierte).

Einen Gipfel an Peinlichkeit erklimmen auch jene Menschheitsretter, die
für ihre bewährten Weltuntergangsprognosen durch die neue Bedrohung den
Hintergrund gedrängt sehen. So beeilte sich Lester Brown, Gründer des
Washingtoner Worldwatch Institute, mit der Mahnung, steigende
Meeresspiegel und sich ausdehnende Wüsten bedrohten die Menschheit
erheblich mehr als der Terrortakt von New York. Ähnlich originelle
Sichtweisen zeigten die Urheber der folgenden Zitate aus den letzten
Tagen:

„Die Heiden und die Abtreiber und die Feministinnen und die Schwulen und
die Lesbierinnen, die daraus einen alternativen Lebensstil machen ...
Ihr alle habt dazu beigetragen, dass das geschehen ist“
Jerry Farwell, Prediger der religiösen Rechten in USA

„Wir trauern um die Menschen, die wegen der grenzenlosen Gier der
‘zivilisierten Welt’ ihr Leben verloren haben.“
Ein Transparent nahe der Berliner US-Botschaft

„Viele dieser Arbeitsplätze (in Manhattan) werden wohl auf Dauer
verloren sein: So zum Beispiel jene in den vielen edlen Restaurants in
dieser Gegend, in denen noch bis vor kurzem erfolgreiche Geschäftsleute
Wein für zehntausend Dollar die Flasche zum Abendessen bestellten...“
Charles Simic, in USA lebender Schriftsteller

„Richtig ist die Erkenntnis, dass es in einer immer ärmer werdenden Welt
keine Inseln des Wohlstandes geben kann, und das Teilen dazugehört, und
dass Gerechtigkeit und Friede nur erreichbar sind, wenn sie für alle
Menschen angestrebt werden.“
Johannes Rau, Bundespräsident

„Wo ist das Eingeständnis, dass es sich nicht um einen ‚feigen‘ Angriff
auf die ‚Zivilisation‘, die ‚Freiheit‘, die ‚Menschlichkeit‘ oder die
‚freie Welt‘ gehandelt hat, sondern um einen Angriff auf die vereinigten
Staaten ... um einen Angriff, der als Konsequenz der Politik, Interessen
und Handlungen der USA unternommen wurde?... Wenn wir von Mut sprechen,
der einzig moralisch neutralen Tugend, dann kann man den Attentätern ...
eines nicht vorwerfen: dass sie Feiglinge seien.“
Susan Sontag, amerikanische Schriftstellerin

(Dies ist) „die dunkelste Seite der Globalisierung. Eine Globalisierung,
die schon viel länger mit sinistren Motiven an diesem Land (Afghanistan)
durchexerziert wird“
Petra Steinberger in der Süddeutschen Zeitung

„Wir dringen in fremde Länder ein und bestehen darauf, unsere
Essgewohnheiten dort zu etablieren, zum Beispiel McDonald’s ... Viele
Menschen ärgern sich sehr über diese Dinge.“
Norman Mailer, amerikanischer Schriftsteller in der Londoner Times

„Die amerikanische Außen- und Sicherheitspolitik musste irgendwann zu
einer Form von Terrorismus führen, wie wir sie jetzt gesehen haben“
Joel Mamère, Abgeordneter der französischen Grünen

„Diese vielen Tausend Toten in Amerika sind eine einzige Anklage auch
gegen die westliche Politik."
Friedensforscher Ernst-Otto Czempiel in Die Welt

„Deregulierung, Privatisierung, Green Card für Techniker, Pilotenscheine
für ein paar Dollar, Niederlassungsfreiheit für jedermann und leere
Staatskassen untergraben innere und äußere Sicherheit.“
Oskar Lafontaine in der Bildzeitung

„Die amerikanische Kultur feiert schnelle und entscheidende Schläge,
saubere Siege und viele, viele Freiheiten: Freiheit von der Regierung,
Freiheit von Steuern, von internationaler Aufsicht, die Freiheit,
riesige Benzinschlucker zu fahren und billiges Benzin zu fordern...“
Paul Kennedy, in USA lebender britischer Historiker

„Amerika kommt nicht umhin, seine Außenpolitik gründlich zu überdenken,
(zum Beispiel) seine Haltung zum Kyotoprotokoll ... Es ist, als ob die
amerikanischen Verantwortlichen und ihre Medien sich diesen Albtraum
wahr träumten. Nun haben Durchschnittsamerikaner den Preis dafür
bezahlt.“
Die Schriftstellerin Ahdaf Soueif in der Süddeutschen Zeitung

„Vergebt!“
Transparent nahe der Berliner US-Botschaft


Klimakatastrophe 1
DIE HOFFNUNG NICHT FAHREN LASSEN
„Mehr Milch pro Kuh ist aktiver Klimaschutz“, lässt uns das Institut für
Landwirtschaft und Umwelt wissen. Die Lobbyisten der konventionellen
Landwirtschaft sehen die Weltenrettung in der Turbokuh, denn dank
„Züchtungsfortschritten und optimaler Fütterung“ produzierten die Tiere
pro Glas Milch weniger Methan in ihrem Darm. Im optimalen Fall lassen
sie pro Liter Milch nur 15 Gramm des Treibhausgases fahren. Die wilde
Tierwelt verhält sich gegenüber künftigen Generationen von Milchtrinkern
hingegen geradezu verbrecherisch, entnehmen wir der gleichen
Pressemitteilung (Green Facts 18.07.2001). Einem Elefanten
beispielsweise entweichen 2,4 Kilo Methan pro Tag, weshalb wir ab sofort
keine Elefantenmilch mehr trinken werden.

Die heroischen Klimaschutzanstrengungen der konventionellen
Landwirtschaft rufen natürlich die Öko-Konkurrenz auf den Plan. Und
siehe da: Wer sich beim Biobauern mit Lebensmitteln eindeckt,
unterstützt zwar atmosphärisch bedenkliche Ökokühe, darf aber dennoch
mit einem guten Klimagewissen herumlaufen. Dies teilt uns der
NABU-Deutschland einige Tage später mit („Klimaschutz durch ökologischen
Anbau“ 25.07.2001) So senke man in Ökobetrieben beispielsweise die
Lachgasemissionen durch den Verzicht auf mineralischen Dünger um etwa
die Hälfte.

Da kann die Brüsseler EU-Kommission nicht zurückstehen. Sie erklärte
ihre Subventionitis ebenfalls zur Klimaschutzmaßnahme (Quelle: FAZ
24.07.01). So soll ab 2005 europaweit vorgeschrieben werden, dass
Treibstoffe aus Raps und ähnlichen Pflanzen mindestens zwei Prozent der
gesamten Nachfrage abdecken. Der Sprit soll vor allem auf Flächen
erzeugt werden, welche wegen der Agrarüberschüsse nicht bewirtschaftet
werden dürfen. Die für diese stillgelegten Äcker gezahlten Beihilfen
sollen beim Anbau von Biopflanzen weiterhin fließen. Unwirtschaftliche,
Pestizid getränkte Monokulturen retten also in Zukunft ebenfalls den
Planeten.

Wir lernen: Der Klimaschutz auf dem Bauernhof kennt kein entrinnen mehr.
Egal ob ein Sack Kartoffeln umfällt oder der Hahn die Henne besteigt, es
geschieht aus Sorge um künftige Generationen.


Klimakatastrophe 2
KALT ERWISCHT
Im vergangenen Jahr verbreiteten zahlreiche Medien in einem weltweiten
Hype katastrophales über das angeblich wegen der globalen Erwärmung
geschmolzene Nordpoleis. Ein Jahr später berichtet Der Spiegel (Nr.
38/2001) von ungewohnt dickem Eis im arktischen Sommer. Die Forscher des
Alfred Wegener Instituts für Polar- und Meeresforschung, die Zweifel an
der These von der menschengemachten Erwärmung hegen, kämpften sich mit
ihrem Forschungsschiff Polarstern durch 3,5 Meter dickes Packeis.


Umwelt
WALDSTERBEN VORLÄUFIG GERETTET
Der Waldschadensbericht ist auch nicht mehr das, was er einmal war.
Anstatt zu sterben dehnen sich die deutschen Forste aus, ein Verhalten,
das politisch ausgesprochen unerwünscht scheint. Abhilfe schafft nun
eine neue Form von Waldbericht, der die Daten aus dem nationalen
Waldbericht und dem Tropenwaldbericht vereint. Vor allem in den Tropen
schreite das Waldsterben „in erschreckendem Maße“ voran, sagte
Verbraucherschutzministerin Künast (Grüne) im Juli bei der Präsentation
des neuen Berichts, auch der Zuwachs in Deutschland könne die weltweite
Abnahme des Waldes nicht wettmachen. Das Waldsterben wurde somit bis auf
weiteres gerettet.

Zusätzliches Ungemach droht indes von einer amerikanischen Studie die
mit Hilfe von Satellitenaufnahmen eine generelle starke Zunahme der
Vegetation auf der nördlichen Erdhalbkugel für die letzten zwanzig Jahre
nachweist. Eigentlich war die Untersuchung als Mahnung vor der
Erderwärmung gedacht, was aber ziemlich nach hinten losging, weil die
dummen Journalisten das bedrohliche an besseren Vegetationsbedingungen
nicht so recht verstanden haben. „Patient Erde auf dem Weg der
Besserung“ meldete die Bildzeitung, „die Begrünung der Erde ist in
vollem Gang“ schrieb die FAZ „Der blaue Planet wird immer grüner“
titelte Die Welt (alle 06.09.01).


Weltbevölkerung
ENDE DES WACHSTUMS
Ein Team von Forschern des Internationalen Instituts für angewandte
Systemanalyse (IIASA) haben sich mit ihrer Studie „The End of
Population Growth“ schwer mit den Öko-Pessimisten dieser Welt und den
UN-Bevölkerungsexperten angelegt. Die Wissenschaftler angesehenen
Institutes (beheimatet in Laxenburg bei Wien) kommen zu deutlich
optimistischeren Bevölkerungsprognosen als die UN-Experten und werfen
diesen zugleich grobe methodische Fehler und politische Abhängigkeiten
vor (New Scientist 08.09.2001). Ihre unlängst in „Nature“( vol 412,
Seite 543) veröffentlichte Studie geht davon aus, dass die Zahl der
Menschen in diesem Jahrhundert mit hoher Wahrscheinlichkeit einen
Höchststand von etwa neun Milliarden Menschen erreicht und wieder sinkt.

Website:
www.iiasa.ac.at


Verbraucherberatung
BAUEN OHNE FENSTER
In kommunistischen Staaten war es üblich, missliebige Personen heimlich,
still und leise aus Bildern und Büchern verschwinden zu lassen. In NRW
wird diese Methode jetzt für missliebige Baustoffe angewandt. In einer
neuen Verbraucherbroschüre des Landesinstituts für Bauwesen („Baustoffe
richtig auswählen“) kommt das Thema „Fenster“ nicht vor. Die seltsame
Lücke wird plausibel, wenn man bedenkt, dass Fensterahmen häufig aus PVC
hergestellt werden, einem Kunststoff, der traditionelle von Greenpeace
und Co. verteufelt wird. Schaut man genauer, zeigt sich jedoch das die
Ökobilanz von PVC gar nicht so schlecht ist. Das grüne Bauministerium in
Düsseldorf hat vermutlich den einfachsten Ausweg aus dem Dilemma
gewählt: Nur nicht drüber reden.


Club of Rome
KRITIK AM ÖKOLANDBAU
In den letzten Ausgaben unseres Rundbriefes zitierten wir Auszüge aus
der Zeitschrift des Club of Rome als Stilblüten mit unfreiwilliger
Ökokomik. Nun hat uns das Club Forum (Nr.2/2001) positiv überrascht:
Die Agrarwissenschaftler und Clubmitglieder Heinrich A. Toepfer und
Eckhard Knuth setzen sich mit den Grenzen des Öko-Landbaus kritisch
auseinander und plädieren für eine Landwirtschaft, die die Erkenntnisse
der Wissenschaft und die Möglichkeiten der Technik nutzt. Hut ab,
soviel Mut gegenüber dem Öko-Mainstream hätten wir nicht erwartet.


Naturschutz
DIE SPINNEN, DIE NORWEGER
Nun haben wir euch, liebe Norweger, seit Jahren in Schutz genommen, und
euch gegen Walfanggegner verteidigt. Zu Recht, denn der von euch
genutzte Zwergwal ist keine bedrohte Art. Bedroht sind aber sehr wohl
die nordeuropäischen Großraubtiere: Bär, Luchs, Wolf und Vielfrass (die
weltgrößte Marderart). Die Jagd auf diese seltenen Tiere, die jetzt in
Norwegen wieder stattfindet, erinnert an die Ausrottungsorgien des 18.
und 19. Jahrhunderts. Im WWF Artic Bulletin (Nr.3/01) mussten wir
lesen, dass der gesamte Wolfsbestand bis auf 16 Tiere von Hubschraubern
aus abgeknallt wurde, um murrende Bauern zu beruhigen. Selbst die extrem
seltenen Vielfrasse sind jetzt teilweise wieder zum Abschluss
freigegeben. Pfui Teufel: Wenn Ihr so weiter macht, essen wir nie mehr
ein Lachsbrötchen.


Wale
NEUE UNÜBERSICHTLICHKEIT
„Esst Wale!“ fordert die Tierrechtsorganisation PETA. Das ist nur
konsequent, denn in der Philosophie der Tierrechtler ist jedes Tierleben
gleich viel wert. PETA rechnet beispielsweise vor, dass 24 Milliarden
Schlachttiere gerettet werden könnten (insbesondere Hähnchen), wenn die
Amerikaner komplett auf Walfleisch umsteigen würden. Da lacht der
Norweger und der Japaner wundert sich. Als erstes würden wir gerne
Keiko, den Star aus „Free Willy“ zum Abschuss freigeben. Dieses dröge
Trantier ließt offenbar nicht unsere freiheitsliebenden Schriften und
möchte partout in Gefangenschaft bleiben. Die millionenteure
Auswilderungsaktion in Island ist fehlgeschlagen, weil Keiko betreutes
Wohnen vorzieht. Apropos staatliche Fürsorge: Der Umweltminister von
South Australia erarbeitet gerade ein neues Gesetz: Es soll verboten
werden, sich toten Walen mehr als 100 Meter zu nähern (was, sorry PETA,
ihren Verzehr erheblich erschwert). Hintergrund: Schaulustige hatten
einen Walkadaver vor der Küste bestiegen und die darum kreisenden Haie
gestreichelt. Der Staat ist also jetzt offenbar entschlossen, die
natürliche Selektion von Vollidioten zu verhindern. Der Phantasie für
weitere Gesetze lässt dies freien Lauf (wir empfehlen dringend eine
Toasterinbadewanneverbotsverordnung).


Aktion
WALK FOR CAPITALISM
Angesichts beknackter australischer Umweltminister freut es uns
aufrichtig, dass aus Downunder eine tolle Initiative zu uns
rüberschwappt. Australische Marktwirtschaftsfreaks rufen zur ersten
weltweiten Demonstration FÜR Kapitalismus auf. Gegen den dumpfen Unsinn
der sogenannten Globalisierungsgegener sollen am 2. Dezember
Demonstrationen für Vernunft, technischen Fortschritt, Wohlstand und
individuelle Freiheit stattfinden. Freiheitlich gesinnte Menschen in 64
Städten (Stand: 19.9.01) haben schon mit den Vorbereitungen begonnen. In
Deutschland wurden Initiativen in Berlin und München gebildet. Wir
walken mit. Wer sich näher informieren möchte, kann folgende Website
anklicken:

www.walkforcapitalism.org


Rindfleisch
MCDOMNALD’S IST EINFACH GUT
Die internationale Boulettenbraterei haut ab sofort Biorinder in die
Pfanne. Sogar Ministerin Künast kam nach Vorpommern, um den Vertrag über
Fleischlieferungen einer großen ökologischen Erzeugergemeinschaft und
McDonald’s zu feiern (Der Spiegel Nr. 34/01). Auf unsere Nachfrage sagte
die Firma, dass es zwar keinen MacBio geben wird (schluchz, jammer…),
aber der Biofleischanteil in den Burgern nach und nach steigen soll. Man
will weitere Lieferverträge mit Ökobauern abschließen. Juhu, wir dürfen
jetzt wieder bei Tageslicht und ohne Sonnenbrille zu McDonald’s.


Tropenwald
MUGABE WETZT DIE KETTENSÄGE
Zu den Horrornachrichten, die uns in letzter Zeit aus Simbabwe
erreichen, kam eine neue und ganz unerwartete hinzu: Menschenschinder
Robert Mugabe setzt zum größten Waldzerstörung an, der in der
Demokratischen Republik Kongo (früher Zaire) jemals stattgefunden hat.
Für seine militärische Unterstützung des Regimes Kinshasa ist er mit
einer Einschlagskonzession belohnt worden. Das betroffene Gebiet ist
größer als Großbritannien und zählt zu den biologisch wertvollsten
Regenwaldregion der Erde. Die gigantische Holzfälleraktion soll zum Teil
vom simbabwischen Militär durchgeführt werden, was nichts Gutes ahnen
lässt. Mehr Information dazu gibt es bei:

http://forests.org


Medien 1
GLÜCKWUNSCH!
Das von uns hoch geschätzte libertäre Magazin „eigentümlich frei“ ist in
der FAZ hoch (und ganz zurecht) gelobt worden. Die Rezension erschien
unter dem Titel „Der Freiheit eine Stimme“ am 13.8.2001. Nachzulesen auf
der Website von eigentümlich frei unter:

www.eifrei.de/Andere/FAZ2/faz2.html


Medien 2
KRITIK DER GRÜNEN LARMOYANZ
Redakteur Till Meyer hat in natur & kosmos (Nr. 8/2001) einen sehr
treffendes Stimmungsbild der deutschen Naturschutzszene gezeichnet.
Zitat: „Das Gerede vom Niedergang der Natur im allgemeinen und der Arten
im speziellen ist mehr als nur eine Macke. Es verantwortungslos…“
Ein Text, den jeder Naturfreund lesen sollte. Die Augustausgabe von
natur & kosmos kann bestellt werden unter:

nat&kos@verlegerdienst.de

Medien 3
HAPPY BIRTHDAY
Die Frohe Botschaft wird mit dieser Ausgabe ein Jahr alt. Wir sind (in
aller Bescheidenheit) das erfolgreichste Medium Deutschlands. Denn wir
haben unsere Abonnentenzahl innerhalb eines Jahres verzehnfacht. Wir
fingen mit 30 Bestellern an und diese Ausgabe geht bereits an über 300
Abonnenten. Wenn wir mit dieser Rate weiter wachsen, haben wir im Jahr
2006 mit 30 Millionen die Bildzeitung deutlich in den Schatten gestellt.
Das wollen wir doch mal sehen.

Kommentare 1
WALE SIND KEIEN HEILIGEN KÜHE
Bei der internationalen Wallfangkonferenz in Juli 2001 wurden die
verbliebenen Walfangländern Japan und Norwegen wie gewohnt von fast
allen abgewatscht. Warum eigentlich? Zwergwale, also die Walart, die
heute noch gefangen wird, sind keinesfalls selten. Das ist inzwischen
Konsens zwischen der großen Mehrheit der Experten aus Naturschutz,
Wissenschaft und Walfang. Die Bestandsschätzungen schwanken zwischen
750.000 und einer Million. Etwa ein Promille davon erlegen die beiden
Walfangnationen pro Jahr. Ein Kommentar erschienen in Die Welt vom
27.9.2001. Nachzulesen unter: welt.de. Rechts oben unter „Suchen“
„Michael Miersch“ eingeben. Demnächst wird dieser Text auch auf unserer
Website unter „Standpunkte“ erscheinen.


Kommentare 2
DIE ZUKUNFTSANGST DER WOHLSTANDSBÜRGER
Ob Bioethik, Globalisierung, grüne Gentechnik, Einwanderung oder
Währungsunion: Durch alle deutschen Großdebatten der letzten Zeit zieht
sich ein ängstlicher Pessimismus, der nachdenklich machen sollte. Warum
flackert kaum noch ein positives Zukunftsbild auf? Warum ist es
allgemein üblich, so niedrige Erwartungen an die Zukunft zu stellen? Ein
Kommentar erschienen in Die Welt vom 27.9.2001. Nachzulesen unter:
welt.de. Rechts oben unter „Suchen“ „Michael Miersch“ eingeben.
Demnächst wird dieser Text auch auf unserer Website unter „Standpunkte“
erscheinen.


Kommentar 3
ES LEBE DER ZWEIFEL
Skeptische Wissenschaftler, die Zweifel an der menschengemachten
Klimakatastrophe formulieren, mögen für Umweltaktivisten und Politiker
misslich sein, für die Wissenschaft sind sie ein Segen. Zweifel ist ein
Grundprinzip des wissenschaftlichen Fortschritts. Kommentar von Dirk
Maxeiner erschienen in Profil Nr. 31/2001. Demnächst wird dieser Text
auf unserer Website unter „Standpunkte“ erscheinen.


Webtipps 1
www.rosaluxemburgstiftung.de/Aktuell/Thema/index.htm
Danke, liebe PDS! Auf den Seiten Deiner Rosa Luxemburg Stiftung fanden
wir die ausführlichste Linksammlung zu liberalen und libertären Websites
in aller Welt, übersichtlich geordnet nach Ländern. Eure Intention damit
die Weltverschwörung des Neoliberalismus zu dokumentieren mündete in
einer erstklassigen Dienstleistung für den Klassenfeind. Ein schönes
Beispiel für die Wirksamkeit des Mephisto-Prinzips.


Webtipps 2
www.motattack.nu/german/index.asp
Ein virtueller Treffpunkt für alle, die die Werte der offenen
Gesellschaft verteidigen wollen. Der schwedische Ökonom Mauricio Rojas
ruft zum Gegenangriff auf die Globalisierungsgegner auf. Sein
lesenswerter Aufruf für eine offene Welt wurde inzwischen von vielen
tausend Menschen unterzeichnet.


Buchtipps 1
Bjørn Lomborg
THE SCEPTICAL ENVIROMENTALIST
Cambridge University Press, 2001
Einen satten Schlag gegen die ökologische „Bad News Fraktion“ führt der
dänische Statistik- und Politik-Professor Bjørn Lomborg, ein ehemaliges
Greenpeace-Mitglied. Mit wissenschaftlicher Akribie und auf Grundlage
von vielen hundert Forschungsarbeiten überprüft er nahezu alle
Untergangsmythen und kommt fast zu den gleichen Erkenntnissen wie wir
in unserem Lexikon der Öko Irrtümer (Eichborn 1998/Piper Taschenbuch
2000). Lomborgs Buch hat in Skandinavien, England und Amerika zu
heftigen Diskussionen geführt. Es wurde unter anderem vom Guardian in
einer mehrteiligen Serie gewürdigt.


Buchtipps 2
Thilo Spahl und Thomas Deichmann
DAS POPULÄRE LEXIKON DER GENTECHNIK
Eichborn, Frankfurt 2001 (erscheint am 6.Oktober)
Das Buch bietet dreierlei. Erstens: Es ist ein hervorragendes
Nachschlagewerk für die Orientierung in einem komplexen Thema. Zweitens:
Es liefert ein engagiertes Plädoyer für die aufgeklärte Nutzung der
Gentechnik und Genforschung. Drittens: Es beschreibt treffend wie
Gentechnikgegner die Öffentlickeit irreführen und ist damit eine
wertvolle politische Skandalchronik. Ein Muss, besonders für
Journalisten.


Buchtipps 3
Josef h. Reichholf
WARUM WIR SIEGEN WOLLEN
Deutscher Taschenbuch Verlag, München 2001
Als unsere Urahnen von den Bäumen stiegen, um in die Savanne zu ziehen,
löste der schlanke Läufertypus den Muskel bepackten Gorillatypus ab.
Gleichzeitig wurde das Gesetz des Stärkeren durch das Gesetz des Siegers
ersetzt: Wer zuerst an der Beute war, bekam das meiste, und kein
Oberaffe durfte es ihm wieder abnehmen. Womöglich war dies der größte
zivilisatorische Schritt in der gesamten Menschheitsgeschichte.
Millionen Jahre vor den zehn Geboten wurde rohe Gewalt erstmals
eingeschränkt, nicht aus moralischer Einsicht, sondern aus Anpassung an
ein Ökosystem. Nach Reichholfs These verhielt es sich genau umgekehrt,
wie uns Vegetarier immer predigen: Die Obstfresser waren die Brutalen,
die Fleischfresser die Zivilisierten. Ein überraschender Blick auf unser
evolutionäres Erbe.


Wir verabschieden uns bis zur nächsten Ausgabe von DIE FROHE BOTSCHAFT!
mit einem Zitat von Václav Havel: „Einem Verbrechen muss Strafe folgen.
Diese Strafe wird hart und muss hart sein. Dies ist im Interesse der
gesamten Menschheit, die zu erkennen geben sollte, dass einige Dinge
nicht gehen.“