DIE FROHE BOTSCHAFT! Nr. 20 - 20.12.2003


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DIE FROHE BOTSCHAFT! NR. 20  20.12.2003

Liebe Leser,
die Zahl der Abonnenten nimmt weiterhin erfreulich zu. Folglich nimmt
auch die Zahl der Fehlsendungen zu. Wenn bisher nach dem ersten
Verschicken eine Fehlermeldung zurückkam (z.B. wegen überfülltem
E-mail-Briefkasten), dann haben wir es immer noch mal versucht. Das ist
nun zu aufwendig geworden. Bei Unzustellbarkeit wird die E-mail Adresse
gestrichen. Sorry, aber wir packen es sonst nicht. Wer die DFB!
vermisst, bestellt einfach wieder neu.
Und noch eine Bitte: Schicken Sie Reaktionen auf die DFB! bitte nicht
per Antworttaste an unseren Webmaster, sondern über die
Briefkasten-Funktion unserer Website direkt an uns:
http://www.maxeiner-miersch.de/briefkasten.htm
Und jetzt was ganz Erfreuliches: Die Konjunktur springt an! In der 20.
Ausgabe der DFB! haben wir erstmals zwei Anzeigen (darunter ein
Jobangebot !!!). Wir freuen uns über das Zutrauen der Inserenten, die
diesem exzeptionellen Medium offenbar einiges zutrauen, und bitten die
Leserinnen und Leser um Beachtung.

Umweltdebatte
GUCK MAL WER DA WIDERSPRICHT
Als Streiter wieder den Ökoglauben hat man sich daran gewöhnt, ziemlich
einsam zu sein. Bisher war kaum jemand auf unserer Seite außer den
Fakten. Doch jetzt meldet sich der erste Literaturstar couragiert zu
Wort. Michael Crichton ("Jurassic Park") hielt kürzlich eine Rede über
die wachsenden Widersprüche zwischen grüner Gesinnung und Wissenschaft.
"Ökologimus", sagte er, "ist eine der mächtigsten Religionen in der
westlichen Welt". Insbesondere die Generation der "urbanen Atheisten"
befriedige damit eine Sehnsucht nach Religion und Glauben, die jedem
Menschen innewohne. In zunehmendem Maße spielten Tatsachen daher keine
Rolle mehr, an ihre Stelle träten Glaubenssätze. "Es ist höchste Zeit
auf die Umwelt-Religion zu verzichten und statt dessen politische
Entscheidungen wieder auf der Basis der ökologischen Wissenschaft zu
treffen", resümiert der Bestsellerautor. Sein Redemanuskript ist das
treffendste, was wir seit langem zu diesem Thema gelesen haben. Genauso
empfohlen sei ein zweiter Aufsatz mit dem beziehungsreichen Titel
"Aliens Cause Global Warming". Hier beschäftigt sich Crichton mit dem
"wissenschaftlichen Konsens" der in Klimafragen angeblich herrscht.
"Wissenschaftlicher Konsens wird historisch immer in Situationen bemüht,
wenn Erkenntnisse nicht solide genug sind. Die Methode dient dazu, eine
Debatte abzuwürgen, indem behauptet wird, alles sei längst geklärt."
Link: http://www.crichton-official.com/speeches/speeches_quote05.html
Link: http://www.crichton-official.com/speeches/speeches_quote04.html

Klimatote
WIEVIEL HÄTTEN SIE DENN GERNE?
Sie können es nicht lassen: Während der Klimakonferenz Mitte Dezember in
Mailand musste die geplagte Öffentlichkeit wieder mit allerlei
Horrormärchen "sensibilisiert" werden. So überboten sich Wissenschaftler
und Medien mit immer spektakuläreren Zahlen angeblicher Todesopfer durch
Klimaveränderungen. Während die Weltgesundheitsorganisation (WHO) laut
Frankfurter Allgemeine Zeitung die vergangene sommerliche Hitzewelle für
20 000 Tote verantwortlich machte, zitierte die Bild-Zeitung am gleichen
Tag eine UN-Studie mit angeblich 150 000 weltweiten Klima-Opfern in
2003. Beide Zahlen entstammen der gleichen Gemeinschafts-Studie und
beide sind Humbug. Was bislang beispielsweise unter Dummheit oder
asozialem Verhalten subsumiert wurde, darf heute dem Klima angelastet
werden. Jemand ist beim Sprung in den kalten See leichtsinnig und
ertrinkt? Klimaopfer! Die bettlägerige Oma wird alleine gelassen,
während die saubere Verwandtschaft in Urlaub düst? Klimaopfer!
Dehydrierte Menschen in Altersheimen mit zu wenig oder gleichgültigem
Personal? Klimaopfer! Auch ein Teil der Todesfälle durch Malaria und
Durchfallerkrankungen wird kurzerhand zu Klimaopfern umdeklariert.
Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 12.11.03 und Bild-Zeitung vom
12.11.03.
Link: http://www.un.org/apps/news/story.asp?NewsID=9179&Cr=health&Cr1
Link: http://www.greenconsumerguide.com/index.php?news=1606

Sparzwang
SCHUBERTS VOLLENDETE
Der Mediziner Gustav Born hielt kürzlich eine bemerkenswerten Vortrag
über "Freiheit und Grenzen der Wissenschaft". Darin setzte er sich auch
mit dem Verhältnis zwischen Bürokratie und Kreativität auseinander. Dazu
trug er folgende kleine Geschichte vor. Ein Vorstandsvorsitzender kann
eine Konzert-Einladung zu "Schuberts Unvollendeter" nicht wahrnehmen. Er
schenkt die Karte seinem Buchhalter und fragt am nächsten Tag nach, wie
es denn so war. Daraufhin erhält er folgenden schriftlichen Bericht:
a) Die Oboisten hatten über längere Zeit nichts zu tun. Ihre Anzahl
sollte gekürzt und deren Aufgaben auf das gesamte Orchester verteilt
werden, um Arbeitsspitzen zu vermeiden.
b) Die Geiger spielten alle die gleichen Noten; die Anzahl der
Mitarbeiter in diesem Bereich sollte drastisch gekürzt werden.
c) Das Spielen von Vierteltönen erforderte einen hohen Aufwand. Dies
scheint mir eine übertriebene Verfeinerung zu sein. Ich empfehle, alle
Noten auf Halbe aufzurunden und dafür Auszubildende einzusetzen.
d) Es ist wenig sinnvoll, die Hornisten Passagen wiederholen zu lassen,
die die Streicher bereits gespielt haben. Würde derlei gestrichen,
könnte das Konzert von zwei Stunden auf 20 Minuten gekürzt werden.
e) Hätte Schubert all dies bedacht, hätte er seine Symphonie zweifellos
vollenden können.
Quelle: Gustav Born, Freiheit und Grenzen in der Wissenschaft,
Kestler-Haeusler-Stiftung, Fürstenfeldbruck (2003)

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SCHULBUCHVERLAG SUCHT BIOLOGIELEHRER
Der Schulbuchverlag Park Körner sucht Autoren für didaktisch
aufbereitete Unterrichtseinheiten im Fach Biologie. Sie sollten
praktizierende Lehrkräfte sein und Freude am Entwickeln von Arbeits- und
Lösungsblätter, Folien und Lernzielkontrollen mitbringen. Wer lieber
Ideologie und Zukunftspessimismus verbreitet als Naturwissen, braucht
sich nicht zu bewerben. Also ein Traum-Nebenjob für begeisterte
Biolehrer und Referendare. Kontakt: kussmaul@park-koerner.de.
Stichwort: Unterrichtseinheiten für Biologie. Bitte erwähnen Sie, dass
Sie durch die DFB! auf das Angebot aufmerksam wurden.

Lebensmittel
GLOBAL ESSEN
Lebensmittel aus der Region sind oftmals energieintensiver als jene, die
von weit her kommen. Dies belegt eine inzwischen international
publizierte und wissenschaftlich anerkannte Studie der Universität
Gießen. Leider gelangte diese Sensation nur in kurzen Meldungen auf die
hinteren Seiten deutscher Zeitungen und Zeitschriften (wie meistens,
wenn etwas nicht ins Weltbild passt). Forscher an der Abteilung für
Haushaltstechnik hatten nachgerechnet und herausbekommen, dass
beispielsweise für Lammfleisch aus Neuseeland, das per Schiff und LKW
über eine Entfernung von rund 14 000 km transportiert wird, immer noch
dreimal weniger Energie pro Kilo verbraucht wird, als für die regionale
Konkurrenz. Ähnliche Ergebnisse stellten sich für Fruchtsäfte und andere
Lebensmittel heraus. Des Rätsels Lösung: Deutsche Kleinbetriebe arbeiten
oftmals sehr energieintensiv. Bei den Fruchtsäften läuft z.B. die
Reinigung bei Großbetrieben in Übersee um ein Vielfaches effizienter.
Die Unterschiede sind so groß, dass sie selbst durch die langen
Transporte nicht nivelliert werden. Der Leiter der Projekts, Professor
Elmar Schlich, spricht von der "Ecology of Scale", der (Ökologie der
Betriebsgröße). Damit hat sich ein weiterer Öko-Mythos in Luft
aufgelöst. Aber wen scheren die Fakten, wenn es ums Gutfühlen geht.
Renate Künast wird wohl weiterhin mit dem Slogan "Regional ist erste
Wahl!" für Apfelsaft werben.
Quelle: http://idw-online.de/public/zeige_pm.html?pmid=71614

!!! Anzeige !!!
REVOLUTIONÄRER KUGELSCHREIBER
So viel Forschritt in Design und Funktionalität gab es noch nie, seit
Laszlo Biro 1938 den Kugelschreiber erfand. Zwei Berliner
Unternehmensgründer haben den ersten Kugelschreiber entwickelt, dessen
Mine ohne Feder, Gewinde und Druckknöpfchen ein- und ausfährt. Die zwei
Gehäusehälften bestehen aus massiven Flugzeugaluminium und werden mit
Magnetkraft zusammengehalten. Nichts klappert, nichts kann herausfallen.
Der "io", so heißt das revolutionäre Schreibgerät, verbindet klare
Funktionalität mit schlichtem, edlen Design. Er vermittelt ein
traumhaftes Schreibgefühl und sieht einfach neiderweckend gut aus.
Ausführliche Informationen und Fotos finden Sie unter
http://www.usus-berlin.de
(Bei Bestellungen bitte erwähnen, dass Sie in der DFB! auf den "io"
aufmerksam wurden).

Abschaum
DURCHGEKNALLTE ANTISEMITEN
Der von uns sehr geschätzte Georg Batz vom Bund für Geistesfreiheit in
Erlangen erstattete Anzeige gegen den CDU-Bundestagsabgeordneten Martin
Hohmann, weil dieser in übler Weise Atheisten beleidigt habe. Etliche
Aussagen in Hohmanns Rede seien eine "Verunglimpfung des Andenkens" der
vielen von christlichen Tätern ermordeten Gottlosen. Wer Hohmanns Rede
gelesen hat, kann dem nur zustimmen. Als die Anzeige öffentlich bekannt
wurde, erhielt Georg Batz reichlich Hasspost. Doch nicht etwa, wie man
annehmen könnte, von fanatischen Christen. Nein, es schrieben
Antisemiten, die offenbar Schaum vorm Mund kriegen, wenn sie nur den
Namen Hohmann lesen. Batz sei ein "Zionistenschwein" (und vieles mehr).
Merke also: Wer Atheisten gegen Christen verteidigt ist folglich Jude.
Eine Logik, auf die nicht mal Goebbels gekommen ist.

Tierschutz
GEHT ES FREILANDHENNEN WIRKLICH BESSER?
Als sich der Streit um das Vorgezogene Verbot der Käfighaltung
zuspitzte, gelangten mehrere wissenschaftliche Arbeiten an die
Öffentlichkeit, die Nachteile der Freilandhaltung offenbarten. Da eine
Studie unter fachlicher Beratung der Geflügelwirtschaft zustande
gekommen war, wurden in vielen Medien alle Ergebnisse reflexhaft als
"Lobby-Forschung" abgetan. Die Arbeiten enthalten jedoch Argumente, die
durchaus nachdenklich machen. So kommen missliebige Verhaltensweisen wie
Federpicken und Kannibalismus bei Freilandhühnern wesentlich häufiger
vor. Auch Krankheiten wie Salmonellenbefall, Botulismus oder
Geflügeltuberkulose sind in Freilandbeständen weitaus verbreiteter,
ebenso wie Würmer und andere Parasiten. Deshalb müssen die "glücklichen
Hühner" häufiger Medikamente erhalten. Auch stirbt ein größerer
Prozentsatz der Vögel frühzeitig. Sogar die Dioxinbelastung der Eier
steigt deutlich, weil die Tiere das Gift über Bodenpartikel aufnehmen.
Die Ökobilanz sieht ebenfalls nicht gerade rosig aus: Freilandhaltung
bedeutet mehr Futtereinsatz, mehr Exkremente (Stickstoffbelastung des
Bodens) und mehr Flächenverbrauch. All dies lässt das Argument einiger
Landesregierungen, man solle vernünftige Alternativen zu Käfig und
Freiland entwickeln, durchaus vernünftig erscheinen. Im Gespräch sind
ausgestaltete Käfige, in denen die Hennen mehr Raum haben, Nester
aufsuchen, auf Stangen sitzen und in Sand baden können. Diese Käfige
sind nach Ansicht vieler Experten nicht nur hygienischer, sondern auch
tiergerechter und umweltfreundlicher als die Freilandhaltung: Mehr
Informationen dazu unter:
http://www.tiho-hannover.de/einricht/bioepi/forschung/forschungsprojekte/ibei_26.htm
http://www.animal-health-online.de/drms/rinder/eier.htm
http://ticker-grosstiere.animal-health-online.de/20030221-00001/

Sankt Florians Prinzip
BLOWING IN THE WIND
Edward Kennedy, US-Senator der demokratischen Partei, steckt in einem
echten Dilemma. "Ich gehöre zu den entschiedenen Befürwortern
erneuerbarer Energie, die Windkraft eingeschlossen", erklärte der
Politiker immer wieder. Jetzt hat er es doch nicht ganz so gemeint.
Zumindest nicht für den Fall, dass Windräder direkt vor seiner Nase
aufgestellt werden sollen. Doch genau dies ist geplant. Nahe Cape Cod,
dem legendären Sommerwohnsitz der Kennedys, soll im Nantucked Sund die
größte Windfarm der Welt mit 130 riesigen Rotoren entstehen. Jetzt ist
Kennedy "äußerst besorgt" über diese Naturzerstörung. Die enormen
Auswirkungen auf die Küstenlandschaft und die Umwelt seien überhaupt
nicht erforscht. Es gelte Cape Cod, diesen "nationalen Naturschatz für
künftige Generationen zu bewahren". Etwas weiter entfernt von Kennedys
Latifundien steht die Windkraft dann wieder im Dienste künftiger
Generationen.
Quelle: http://www.freerepublic.com/focus/f-news/1027127/posts?page=5

Kommentare 1
VON WEGEN LIBERAL
Das liberale Mäntelchen, mit dem sich die Partei der GRÜNEN gerne
umgibt, ist eine Mogelpackung
http://www.maxeiner-miersch.de/standp2003-10-21a.htm

Kommentare 2
SCHÜLER STÖREN NUR
Es wird höchste Zeit, dass unser Schulen mehr private Konkurrenz
bekommen
http://www.maxeiner-miersch.de/standp2003-10-29a.htm

Kommentare 3
WENN DER HUND BRENNT
Weil die modischen Solarkocher nicht funktionieren, haben deutsche
Ingenieure für Entwicklungsländer einen genialen Allesbrenner erfunden.
http://www.maxeiner-miersch.de/standp2003-11-05a.htm

Kommentare 4
DER PROGRESSIVE OSTEN
Ostdeutsche Bundesländer schlagen eine Presche für die grüne Gentechnik.
http://www.maxeiner-miersch.de/standp003-11-12a.htm

Kommentare 5
VON HOLLAND LERNEN
Die liberale holländische Gesellschaft schlägt im Umgang mit Islamisten
einen wehrhafteren Kurs ein.
http://www.maxeiner-miersch.de/standp2003-11-19a.htm

Kommentare 6
LINKSHERUM IM KREISE
Alles was gegen den antiwestlichen und gutmenschlichen Zeitgeist
verstößt, wird mittlerweile als "rechts" denunziert.
http://www.maxeiner-miersch.de/standp2003-11-26a.htm

Kommentare 7
ZUR FEIER DES KAPITALISMUS
Auf der Suche nach Kapitalismusbefürwortern wird man viel eher in den
Slums der Entwicklungsländer fündig als im reichen Deutschland.
http://www.maxeiner-miersch.de/standp2003-12-03a.htm

Kommentare 8
WEIHNACHTSWOHLFAHRTSWETTBEWERB
Mit immer geschmackloseren Werbekampagnen versuchen Hilfsorganisationen
den Menschen ein schlechtes Gewissen einzureden.
http://www.maxeiner-miersch.de/standp2003-12-10a.htm

Kommentare 9
GEFÄHRLICHE BRÜDER
Vor 100 Jahren wagten die Gebrüder Wright den ersten Motorflug - heute
würden sie wegen nicht auszuschließender Risiken daran gehindert.
http://www.maxeiner-miersch.de/standp2003-12-17a.htm

Webtipp 1
http://www.henryk-broder.de/html/fr_stein3.html
"Warum hassen die Europäer die USA so sehr?", überschrieb unser Freund
Hannes Stein eine Rede zum Jahrestag der Terroranschläge von New York
und Washington. Hier der komplette Text: Scharfe Analyse, vortrefflich
formuliert.

Webtipp 2
http://greenspin.blogspot.com/2003_11_09_greenspin_archive.html#106882448346803243
Der handliche Leitfaden für grünes Sprechen. Ein Öko-Alphabet, dass
keine Fragen offen lässt. Schlüsselbegriffe wie "Nachhaltigkeit" oder
"Vorsorgeprinzip" werden endlich mal klar definiert. Damit stehen Sie
auf jeder Benefizveranstaltung für bedrohte Windräder oder indigene Wale
im Mittelpunkt. (Achtung: Wenn man die Seite aufruft, ist der Text nicht
gleich zu sehen. Er steht ein Stück weit unten)

Webtipp 3
http://www.snopes.com
Auf dieser Website liefern professionelle Rechercheure,
Hobby-Investigatoren und Experten zu den verschiedensten Gebieten ihre
Erkenntnisse über Zeitungsenten, Großstadtlegenden, moderne Märchen und
Verschwörungstheorien. So entsteht ein Netzwerk der kritischen
Rationalität, an dem man überprüfen kann, worauf man selbst gerade
wieder hereingefallen ist.

Webtipp 4
http://www.oekoheuchler.de
Das Projekt Ökoheuchler macht durch jährliche Vergabe des Preises
"Ökoheuchler des Jahres" auf grüne Doppelmoral aufmerksam (Siehe oben,
Kennedy). Jeder darf Kandidaten vorschlagen und per Mausklick über den
Sieger abstimmen.

Buchtipp 1
Alexander Granach
DA GEHT EIN MENSCH
Ölbaum, Augsburg 2003
Alexander Granach war der Sohn einer armen Bauern- und Krämerfamilie in
einem winzigen galizischen Nest. Schon als Junge wird er von dem
brennenden Wunsch erfasst, Schauspieler zu werden. Mit Talent,
Willensstärke und Fleiß schafft er es in den zwanziger Jahren auf die
großen Bühnen Berlins. Als Jude muss er emigrieren, doch er schafft es,
in Hollywood eine aussichtsreiche Karriere zu beginnen. Die Ironie des
Schicksals will es, dass das Glückskind Granach alle übermächtigen
Gefahren der Zeit überlebt, doch dann an den Folgen einer
Blinddarmoperation stirbt. Granachs letzte Berliner Rolle (Mephisto)
wurde von Gründgens übernommen. Der Name Granach geriet außerhalb von
Theaterkreisen in Vergessenheit. Nicht nur deshalb sollte man diese
wunderbare in höchsten Maße unterhaltsame Autobiographie lesen. Sie ist
(oft) zum Lachen, manchmal zum Weinen und durchweg spannend.

Buchtipp 2
Dominik Geppert
MAGGIE THATCHERS ROSSKUR - EIN REZEPT FÜR DEUTSCHLAND?
Siedler, Berlin 2003
Die Lage in Großbritannien Ende der siebziger Jahre weist viel
Parallelen zur heutigen Situation Deutschlands auf. Aber wird Merkel so
viel Mut und Entschlusskraft aufbringen wie Thatcher? Oder endet alles
wieder in der ewigen Konsenssoße? Ein brillanter politischer Essay, der
reichlich Stoff zum nachdenken gibt.

Buchtipp 4
Gerd Schmutzler
WAS HEISST SCHON GRUNDGESETZ?
Selbstverlag
Leider wird der Unsinn, den die talkenden Klasse so redet, viel zu
selten dokumentiert. Henryk M. Broder tat es nach dem 11. September 2001
(Kein Krieg nirgends, Berlin Verlag / siehe: DFB! Nr. 10). Wir tun es,
so gut es eben geht, auf unserer Website (siehe: "Prognosen" auf unsere
Menüleiste). Nun meldete sich ein Leser bei uns, der beim Untergang der
DDR mitgeschrieben hat. Der emeritierte Naturwissenschaftler Gerhard
Schmutzler sammelte Zitate aus der Zeit kurz vor und kurz nach dem
Mauerfall. Für 3,50 Euro (und mit 1,44 Euro frankierten
Din-A-5-Rücksendeumschlag) zu bestellen direkt beim Autor: Kettwiger
Str. 82 in 42579 Heiligenhaus. Kostproben:
"Wir sollten das Wiedervereinigungsgebot aus der Präambel des
Grundgesetzes streichen."
Joschka Fischer im Sommer 1989
"Eingedenken tut Not und kein geschichtsferner Traum von der
Wiedervereinigung, die in Wahrheit, da es Auschwitz gab, undenkbar ist."
Walter Jens im Sommer 1990
"In einem Vergleich zwischen dem Lebensstandard der Bundesrepublik
Deutschland und dem der DDR schätzt man 1986 den Abstand in Jahren
ausgedrückt ‚nur noch sechs bis acht Jahre."
Aus dem Rowohlt-Buch "Reise ins andere Deutschland", 1989 herausgegeben
von Theo Sommer

Buchtipp 4
James D. Gwartney und Robert A. Lawson
WIRTSCHATLICHE FREIHEIT IN DER WELT
Liberales Institut der Friedrich-Naumann-Stiftung, Potsdam 2003
Alle Jahre wieder freuen wir uns auf diese Broschüre. Die deutsche
Zusammenfassung der internationalen Studie "Economic Freedom of the
World", dokumentiert den Grad des staatlichen Dirigismus in 123 Ländern
und zeigt was zu viel Regulierung anrichten kann. Drei Tatsachen treten
dabei immer wieder zutage: In Ländern mit hoher wirtschaftlicher
Freiheit gibt es in der Regel auch mehr politische Freiheit, weniger
Armut und weniger soziale Ungleichheit.

Wir verabschieden uns bis zur DFB! Nr. 21 mit einer ernsten Mahnung von
Häuptling Hans Schuh (DIE ZEIT Nr. 51 vom 11.12.2003):
"Erst wenn der letzte Nuklearingenieur ausrangiert, der letzte Gen- und
Rüstungstechniker vertrieben und der letzte Chemiker gefesselt ist,
werden sie merken, dass man Ideologie nicht essen kann."