DIE FROHE BOTSCHAFT! Nr. 29 - Dezember 2005


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DIE FROHE BOTSCHAFT! NR.29  Dezember 2005

Reflexionen, Kritiken, Pointen und Lesetipps von Henryk M. Broder, Dirk Maxeiner
und Michael Miersch, zusammengestellt aus Tagebucheinträgen, die in den letzten
Monaten unter www.achgut.de erschienen sind. Wobei - müssen wir leider gestehen
- die Auswahl immer willkürlicher wird, denn seit der letzten "DFB!" sind rund
500 (!) Schreibmaschinenseiten im Tagebuch erschienen! Aber es steht ja alles
unter www.achgut.de, und wer nachsehen möchte, wieviele informative,
sensationelle, witzige und aberwitzige Einträge wir nicht in der "DFB!"
unterbringen konnten, kann jederzeit im Tagebuch zurückblättern.

Doch zunächst ein Auszug aus der wöchentlichen (jeweils freitags) Maxeiner &
Miersch Kolumne in DIE WELT.
" Eine kurze Recherche ergibt: Brennholz ist vielerorts kaum noch aufzutreiben.
Dies war bislang nicht der Fall, obwohl gemütliche Öfen seit geraumer Zeit
" trendy" sind. Jetzt haben Heizöl- und Gaspreise aber offenbar ein Niveau
erreicht, das zum kreativen Heizen animiert. Die Zentralheizung wird
heruntergefahren, während Kaminöfen oder Allesbrenner, die bislang nur
gelegentlich und eher zum Vergnügen angefeuert wurden, plötzlich im Dauereinsatz
glühen. In den Großmärkten stapeln sich Briketts aus gepressten Holzresten oder
Braunkohle.
Die Umwelt freut das nicht, denn den Kaminen entweichen oft problematische
Schadstoffe und reichlich Feinstäube. Der örtlichen Müllverbrennungsanlage würde
so etwas nicht nachgesehen.
Dabei war doch alles so gut gemeint: Mit verteuertem Strom sollte Windkraft und
Sonnenenergie gefördert werden, auf dass Deutschland umweltfreundlich erblühe.
Ö kosteuer und Mineralölsteuer sollten zum Energiesparen animieren und so das
Klima gesunden. Doch lässt sich Energieverbrauch nicht komplett wegbesteuern -
genauso wenig wie sich Hunger beseitigen lässt, indem man die Lebensmittel
teurer macht. Und so ist für manchen Häuslebauer mit bescheidenem Einkommen
jetzt beim Heizen der Punkt erreicht, wo er die Heizung nicht weiter abdrehen
drehen kann - es sei denn, er wirft den Allesbrenner an..."

Neugierig geworden? Aus "Schuss in den Ofen" von Maxeiner & Miersch. Alle neuen
(und die alten) Kolumnen finden Sie unter
http://www.maxeiner-miersch.de/standpunkte.htm

Michael Miersch 10.12.2005
KEIN BLUT FÜR WIND
In den Radionachrichten war heute von gegen ein "Kraftwerksprojekt"
protestierende chinesischen Bauern die Rede, deren Aktion von der Polizei brutal
niedergeschlagen wurde. Man könnte denken, der Widerstand richte sich gegen ein
AKW oder einen Staudamm. Dem ist aber nicht so: Es geht um eine Windkraftanlage.
http://edition.cnn.com/2005/WORLD/asiapcf/12/09/china.protest.ap/

Henryk M. Broder 09.12.2005
FALSCHER FEHLER
Johan Galtung, der norwegische "Friedenforscher" mit dem IQ eines Luftballons
sagte über Anschläge im Irak:
"Natürlich ist das eine tragische Angelegenheit für den Betroffenen und seine
Angehörigen, aber so einfach ist die Situation eben nicht: Die Lage im Irak ist
ä ußerst zugespitzt, und auch die Leute der irakischen Widerstandsbewegung machen
Fehler."
Fehler?
Galtung: "Da wird mitunter der Mann oder die Frau mit der falschen
Staatsbürgerschaft getötet. Solche Fehler sind auch der norwegischen
Widerstandsbewegung im Zweiten Weltkrieg unterlaufen."

Michael Miersch 08.12.2005
AMIS RAUS AUS DEM REITSTALL!
Gestern fragte ein Bekannter, welchen Rufnamen er seinem neuen Pferd geben
sollte. Meine Tochter(10) schlug "Ami" vor. Sie können sich sicher die
Begeisterung vorstellen, die dieser ultimative Vorschlag bei mir sogleich
auslöste. Und während ich mir die blöden Gesichter der irritierten
Pferdebesitzer-Gemeinde ausmalten, wurde mein Kind immer nachdenklicher. Den
ganzen Weg nach Hause war sie sehr still. Kurz vor dem Einschlafen vertraute sie
mir ihre Sorgen an: "Wenn wir es Ami nennen, werden uns alle hassen." Mit 10
Jahren alles erfasst.

Dirk Maxeiner 06.12.2005
KLIMAERWÄRMUNG SCHULD AM GAMMELFLEISCH...
" Klimaerwärmung tötet Europäer", titel soeben Focus Online. Und weiter: "Die
Klimaerwärmung hat nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO)massive
Auswirkungen auf die Gesundheit der Menschen in Europa."
Mit den höheren Temperaturen gebe es auch mehr Krankheitserreger in
Lebensmitteln. So klettere die Zahl der an Salmonellen erkrankten Menschen mit
jedem Grad Temperaturerhöhung über eine Woche hinweg um fünf bis zehn Prozent.
Womit wir endlich auch eine Erklärung für den Gammelfleischskandal haben: Das
Klima ist Schuld!
http://focus.msn.de/hps/fol/newsausgabe/newsausgabe.htm?id=22290

Michael Miersch 05.12.2005
Ö KO-KOLONIALISMUS
In "The Independent Review" beschreibt Robert H. Nelson Ideologie und Praxis des
Naturschutzes in Afrika am Beispiel Tansanias. Titel des Beitrags:
" Environmental Colonialism - ,Saving' Africa from Africans". Wie schon Raimond
Bonner ("At theHand of Man") sowie J.S. Adams und T.O. McShane ("The Myth of
Wild Africa" - Angaben zu beiden Büchern stehen unter "Buchtipps" bei
www.maxeiner-miersch.de) kritisiert er, dass die Naturschutzpolitik der
Kolonialbehörden und ihrer Nachfolger von einer quasi religiösen Naturromantik
geleitet war und ist, die ein Bild vermeintlich ursprünglicher Wildnis
wiederherzustellen versucht. Viele berühmte Schutzgebiete, die heute
menschenleer sind (außer Touristen, Servicepersonal, Wildhütern und
Wissenschaftlern) waren einst bewohnt. Der irreführende Eindruck menschenleerer
Weite wurde unterstützte, weil im 19. Jahrhundert eine verheerende
Rinderpest-Epidemie neunzig Prozent des Rinderbestandes Afrikas dahinraffte. Die
Seuche brachte etlichen Hirtengesellschaften Niedergang und Tod. Danach waren
manche Gebiete entvölkert und entsprachen dem, was naturbegeisterte Europäer
vorzufinden wünschten. In anderen Gegenden
setzten die Kolonialherren Umsiedlung und Aushungern als Repressionsmaßnahmen
ein. Und auch nach der Unabhängigkeit ließen afrikanische Regierungen
Dorfbewohner einfach vertreiben, wenn sie der Gründung von Nationalparks im Weg
standen:
http://www.independent.org/pdf/tir/tir_08_1_nelson.pdf

Michael Miersch 03.12.2005
FOIE GRAS UND ABU GHRAIB
In Deutschland ist ja immer wieder höchst umstritten, was man miteinander
vergleichen darf (Hitler mit Stalin, Walser mit Möllemann, Grass mit Rosamunde
Pilcher?). Nun machte mich VoKo S.K. auf einen besonders schönen Vergleich
aufmerksam, den das Hollywoodsternchen Loretta (Hot Lips) Swit zum Besten gab.
Die engagierte Tierrechtlerin erklärte, dass die Erzeugung von Gänsestopfleber
Folter sei, die sie an die Schandtaten von Abu Ghraib erinnerte. Bush sollte den
Ball aufgreifen, und bei der nächsten Wehklage über das Schicksal gefangner
Terroristen erstmal streng nachfragen, wie es eigentlich den französischen
Gänsen geht.

Dirk Maxeiner 02.12.2005
IM TREIBHAUS WIRD'S GAAANZ KKKKKKALT
Pünktlich zum Klimagipfel in Montreal droht jetzt mal wieder der wärmende
Golfstrom zu versiegen und dahinter lauert, klaro, der Treibhauseffekt.
http://www.welt.de/data/2005/12/02/811442.html
Das Szenario wird von den Klimakatastrophisten seit Jahren begeistert
aufgegriffen. Ist ja auch bestechend: Falls es mal kälter werden sollte, kann
dies auch der globalen Erwärmung zugeschrieben werden. Es ist somit vollkommen
egal, was das Wetter oder das Klima macht - in jedem Fall wird das
Global-Warming-Dogma bestätigt. So etwas nennt man ein geschlossenes
Glaubenssystem, das auch nicht mehr widerlegt werden kann. Dennoch hier, Benny
Peisers CCNet sei dank (b.j.peiser@livjm.ac.uk), ein paar wissenschaftliche
Einwürfe zum Thema. Besonders gut hat mir gefallen, was Carl Wunsch, Earth,
Atmospheric and Planetary Sciences, vom Massachusetts Institute of Technology"
an Nature (Nature 428, 601, April 8, 2004) geschrieben hat:
" Sir - Your News story "Gulf Stream probed for early warnings of system failure"
(Nature 427, 769 (2004)) discusses what the climate in the south of England
would be like "without the Gulf Stream." Sadly, this phrase has been seen far
too often, usually in newspapers concerned with the unlikely possibility of a
new iceage in Britain triggered by the loss of the Gulf Stream. European readers
should be reassured that the Gulf Stream's existence is a consequence of the
large-scale wind system over the North Atlantic Ocean, and of the nature of
fluid motion on a rotating planet. The only way to produce an ocean circulation
without a Gulf Stream is either to turn off the wind system, or to stop the
Earth's rotation, or both. Real questions exist about conceivable changes in the
ocean circulation and its climate consequences. However, such discussions are
not helped by hyperbole and alarmism. The occurrence of a climate state without
the Gulf Stream anytime soon - within tens of millions of years - has a
probability of little more than zero."
Weitere Fakten zum Thema:
NO COLLAPSE, NO COOLING - NOT EVEN IF YOU QUADRUPLE CO2 CONCENTRATIONS
http://www-pcmdi.llnl.gov/projects/cmip/thcmip2.pdf
ICE GROWTH IN THE GREENHOUSE: A SEDUCTIVE PARADOX BUT UNREALISTIC SCENARIO
http://www.looksmartscience.com/p/articles/mi_m0QQS/is_2_31/ai_n6153471
WILL FRESHENING OF THE NORTH ATLANTIC OCEAN SLOW THE GULF STREAM AND COOL
EUROPE?
http://www.co2science.org/scripts/CO2ScienceB2C/articles/V7/N7/C1.jsp

Dirk Maxeiner 30.11.2005
BIOSPRIT KILLT REGENWALD
Wenn demnächst die EU-Vorschriften zur Beimischung von Biosprit in den
Autokraftstoff wirksam werden, dann zahlen Indonesiens und Brasiliens Urwälder
den Preis fürs gute europäische Gewissen. Aber lesen Sie selbst, was Fred Pearce
im New Scientist dazu schreibt:
http://www.newscientist.com/article.ns?id=mg18825265.400

Dirk Maxeiner 30.11.2005
GRENZEN DER AUFKLÄRUNG
Der Präsident der Royal Society, Lord May, hält heute eine Rede zu der Gefahr,
die der Fundamentalismus für die Wissenschaft darstellt. Die Rede ist bereits
veröffentlicht und man kann vielem nur zustimmen. Manches ist aber auch äußerst
wundersam. So preist er zunächst die Aufklärung als "freies, offenes,
vorurteilsfreies, ungehindertes Fragen und Nachforschen". Und am Ende erklärt er
ausgerechnet jene Wissenschaftler, die genau in dieser Tradition kritische
Fragen zum angeblichen Klimakonsens stellen, zu Fundamentalisten. Wir lernen:
Aufklärung ist gut, nur in der Klimaforschung nicht
http://www.royalsoc.ac.uk/news.asp?id=3944

Dirk Maxeiner 30.11.2005
SONDERZUG NACH LENINGRAD
Den besten Spruch zur Deutschen Bahn lieferte heute Michael Holmes von den
Freunden der offenen Gesellschaf frei nach Lenin: "Sozialismus ist Deutsche Bahn
minus Elektrifizierung."
http://fdog-berlin.de/

Dirk Maxeiner 24.11.2005
SUCHE SOCKENSCHÜSSE
Gesetze, Vorschriften, Verbote haben nicht selten Wirkungen, die weder bedacht
noch gewünscht waren. Jetzt wird vom Heartland Institute
eine große Enzyklopädie solcher Beispiele zusammengetragen, für die von
jedermann sachliche Hinweis willkommen sind. Schätze in Deutschland gibt's genug
Beispiele, also nur zu:
http://www.heartland.org/Article.cfm?artId=18052
Bei dieser Gelegenheit möchte ich auch auf den "Crystal Ball Prize" hinweisen,
bei dem es auch um nicht beabsichtigte Folgen menschlichen Tuns geht:
http://www.crystalballprize.com/
Und weil ich gerade dabei bin noch ein dazu passender Buchtipp: "Freakonomics"
von Steven D. Levitt und Stephen J.Dubner ("A rogue economist explores the
hidden side of everytrhing"). Kleines Beispiel daraus: Eine private Schule
ä rgerte sich darüber, dass stets einige Kinder zu spät nach Schulschluss
abgeholt wurden. Schließlich musste für diese Fälle eine Aufsichtsperson bezahlt
werden. Also setzte man eine symbolische Strafe von 3 Dollar fürs zu spät
Abholen fest. Ergebnis: Die Fälle nahmen sofort drastisch zu. Erstens weil man
für diesen Preis nirgendwo einen Babysitter findet. Und zweitens: Weil die
Eltern zuvor zumindest ein schlechtes Gewissen hatten. Das war jetzt
weggefallen, schließlich zahlte man. Nun wollte die Schule die Beziehung zu den
Eltern nicht durch wirklich prohibitive Summen zerstören. Also schaffte man die
Strafzahlungen wieder ab. Doch die Zahl der Zu-Spät-Abholer sank darauf
keineswegs wieder auf das alte Niveau zurück. Die Eltern hatten aus der
geringen Strafsumme gefolgert, dass ihre Verfehlung von der Schule wohl nicht
besonders schlimm bewertet werde. Sie kamen weiterhin zu spät, hatten kein
schlechtes Gewissen mehr und zahlen mussten sie auch nichts mehr. So ist das
Leben.

Dirk Maxeiner 21.11.2005
Kim steigt ein, Tony steigt aus
Nachdem Bin Laden für die Ratifizierung des Kyoto-Protokolls plädiert
http://www.achgut.de/dadgd/view_article.php?aid=1337&ref=16
folgt jetzt auch Nord Korea, was die Welt wirklich beruhigen wird
http://times.hankooki.com/lpage/200511/kt2005112017281310230.htm
Genosse Kim Jong 2, das wäre nun wirklich nicht nötig gewesen! Vollkommen
schwarze Weltraumbilder zeigen doch auch jetzt schon, dass Ihr Land des Nachts
nachhaltig ohne elektrische Energie auskommt. Welche Lichter wollen Sie
eigentlich abschalten, es ist doch eh schon zappenduster? Auch Sklavenarbeit ist
klimapolitisch vorbildlich, weil in der Kohlendioxidbilanz vollkommen neutral.
Weniger Freunde unter den Klimaschützern dürfte sich hingegen Tony Blair machen:
Der hat sich nämlich von dem Gedanken an ein vielbeschworenes "Kyoto 2"
verabschiedet: http://euobserver.com/9/20371

Michael Miersch 21.11.2005
KONVENTIONELLE KÜHE SIND GESÜNDER
Was in Deutschland an Hühnern festgestellt wurde (achgut.de hatte berichtet),
haben nun schweizer Wissenschaftler für Milchkühe herausgefunden: Die Tiere in
konventioneller Haltung sind im Durchschnitt gesünder als auf Öko-Höfen.
http://www.intellectualconservative.com/article4747.html

Henryk M. Broder 20.11.2005
ANGELIKA IST WIEDER DA
Lange haben wir nichts mehr von der Fachfrau für Sicherheit und Militär der
Grünen, Angelika Beer, gehört. Sie wurde ins Europa-Parlament abgeschoben und
führt dort eine beschauliche Existenz. Wir haben auch nichts von ihr gehört, als
der iranische Staatspräsident die Drohung aussprach, Israel von der Landkarte
auszuradieren. Doch jetzt ist Frau Beer auf N24 wieder aufgetaucht, zugleich mit
zwei U-Booten, die von Deutschland nach Israel geliefert werden sollen. Frau
Beer nennt den Deal "unverantwortlich" und sorgt sich um mögliche "negative
Reaktionen" des Iran. Ja, wie negativ kann es denn noch kommen, nüchtern
betrachtet? War das Vernichtungs-Versprechen nicht schon negativ genug? Jetzt
ist es nicht mehr das iranische Atom-Programm, das eine unkalkulierbare Gefahr
darstellt, es sind zwei U-Boote,die Israel bekommen soll, die den
" Menschenrechtsdialog", den Frau Beer mit den Mullahs führen möchte, in Frage
stellen.

Michael Miersch 18.11.2005
LEIPZIGER HOMÖOPATHIE-STUDIE ZURÜCKGEZOGEN
Im Jahre 2003 erregte eine Gruppe von Leipziger Forschern (die Apothekerin
Franziska Schmidt sowie die Pharmakologen Prof. Dr. Karen Nieber und Prof. Dr.
Wolfgang Süß) mit dem vermeintlichen Nachweis der Wirksamkeit homöopathischer
Belladonna-Verdünnungen Aufsehen. Es war ihnen angeblich gelungen, die
muskelentspannende Wirkung homöopathischer Belladonna-Dosen (D32, D60 und D100)
an Muskelpräparaten aus Magen und Dünndarm von Ratten in Laborexperimenten
nachzuweisen...... Wie jetzt die Deutsche Apothekerzeitung in ihrer Ausgabe vom
3.11.05 berichtet, haben die Leipziger Pharmakologen die Studie zurückgezogen...
http://www.senordaffy.de/index.php?cat=8

Dirk Maxeiner 16.11.2005
KRAUT FOR THE BRITS!
Die Vogelgrippe wird fuer die Briten ein größeres Problem als für die Deutschen.
Der Grund: Sauerkraut! Der Telegraph schreibt: "Sauerkraut, the dish adored in
Germany but much maligned in Britain, could prove to be a secret weapon against
the threat of bird flu, experts revealed yesterday." Der Grund: "Scientists
believe that the traditional recipe, which is made from chopped cabbage that is
fermented for at least a month, contains a bacteria that may combat the
potentially fatal disease". Und was machen nun die Briten? Sie fangen nun an,
Sauerkraut in großen Mengen aus Deutschland zu importieren. Eine Sauerkrautkrise
ist damit absehbar.
http://www.telegraph.co.uk/health/main.jhtml?view=DET

Dirk Maxeiner 14.11.2005
HART ABER HERZLICH
Auf Einladung von Lord Dick Taverne durften wir der Klimadebatte im britischen
Oberhaus "blow the bar" lauschen. Gütiger Gott, wird dort gepflegt gestritten.
Wohlerzogen und beinahe freundlich im Umgang, aber in der Sache knallhart. Hier
ein Beispiel. Lord Lawson of Blaby, langjähriger britischer Finanzminister unter
Margaret Thatcher antwortet auf den Präsidenten der Royal Society, Lord May of
Oxford, der die Klimazukunft in düstersten Farben gemalt hatte: "The noble Lord,
Lord May, speaks with great passion and, indeed, with great charm-it is a potent
combination. However, it has to be said in the kindest possible way that he is a
serial alarmist. When some 30-odd years ago the Club of Rome produced its report
on the limits to growth-many of your Lordships will recall it-which stated that
there would be such a shortage of resources that growth would more or less grind
to a halt within a reasonably short space of time, this fallacious forecast,
which received a great deal of media attention at the time, was warmly endorsed
by the noble Lord, Lord May, as he now is. He said that he thought growth would
come to an end even sooner as a result of the second law of thermodynamics. Now
he is sending out a new alarm which is the exact opposite; that is, he refers to
the alleged rise in carbon dioxide emissions, and therefore global warming, as a
result of very rapid continuing growth for a long time to come. So he has backed
both horses in the race."

Michael Miersch 10.11.2005
BACKT EUCH EINEN
Echte Männer zum Selberbacken. Passend zur Vorweihnachtszeit können sich Frauen
ihren Traummann dank einer Idee der Firma Juchem aus dem Saarland jetzt selber
backen. Zur Auswahl stehen fünf verschiedene Typen vom Latin Lover über den
Ö ko-Freak bis zum Muskelprotz. Weitere Infos ("Anrühren, heißmachen,
vernaschen") hier: http://www.echtemaenner.com/

Michael Miersch 10.11.2005
DER KÜRZESTE KOMMENTAR ZU DEN UNRUHEN IN FRANKREICH...
... stammt aus einem Stück von Black Sabbath und trifft genau:
" If you listen to fools, the mob rules"

Dirk Maxeiner 29.10.2005
CRICHTONS GEGENGIFTLISTE
Michael Crichton empfiehlt im Opinion-Journal fünf Bücher zur Umwelt, die man
gelesen haben muss. Oder auch: Die man auf keinen Fall lesen darf, wenn man
sein grünes Weltbild nicht gefährden will.
1. "Playing God in Yellowstone" by Alston Chase (1986)
2. "The Culture Cult" by Roger Sandall (2001).
3. "Man in the Natural World" by Keith Thomas (1984)
4. "The Skeptical Environmentalist" by Bøjrn Lomborg (2002).
5. "The Logic of Failure" by Dietrich Dörner ( 1998).
http://www.opinionjournal.com/weekend/fivebest/?id=110007473

Michael Miersch 28.10.2005
SCHON WIEDER EIN ÖKO-MYTHOS VERSENKT
Manchmal kann ich es kaum glauben, wie viele von den "allgemein anerkannten"
Ö ko-Glaubenssätzen sich als faktisch falsch erweisen. Zum Beispiel fand ich es
immer plausibel, dass Wälder, insbesondere Bergwälder, vor Überschwemmungen
schützen. Letzte Woche war ich in Kopenhagen bei Bjørn Lomborg. Er machte mich
auf einen Artikel im "Economist"Oct 13th 2005 aufmerksam. Darin wird ein Bericht
des "Center for international forestry research" (cifor) besprochen, der in
Kooperation mit der FAO veröffentlichet wurde. Darin heißt es, die Wirkung der
Wälder würde stark überschätzt. Wälder könnten relativ schwache Regen auf
lokaler Ebene aufnehmen. Regen, die zu großen Überschwemmungen führen, sind
jedoch so stark, dass die Wälder nur für kurze Zeit das Wasser aufsaugen. Dann
fließt es ungebremst in die Täler. Zitat. "If the rain is heavy. prolonged and
falls over large areas, the presence of trees will not prevent catastrophic
floods." Und noch eins: "Floods are no more freequent today than they were 120
years ago, when lush forests were abundant. The problem is just that more people
now live and work on flood plains."
Die Originalstudie kann als PDF-Datei heruntergeladen werden unter:
http://www.cifor.cgiar.org

Michael Miersch 04.10.2005
EHRENMORD AN EINEM KAMEL
Nach islamischen Recht müssen Tiere, die von Sodomisten benutzt wurden, getötet
werden. Werden sich PETA-Aktivisten bald an Moscheen ketten? Hier ein aktueller
Fall:
http://www.gulf-news.com/Articles/NationNF.asp?ArticleID=184720

Michael Miersch 28.09.2005
PHARMAINDUSTRIE MELDET GEISTIGEN BANKROTT AN
Aus einer Pressemitteilung des Bundesverbandes der Pharmazeutischen Industrie
(BPI) :"Mit Verwunderung hat der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie
(BPI) die Ergebnisse einer Untersuchung der Stiftung Warentest zur Kenntnis
genommen, wonach bei zahlreichen Studien mit alternativen Heilmethoden keine
Heilwirkung nachgewiesen worden sei. "Die Stiftung Warentest erklärt knapp 3000
Jahre alte Heilmedizin zum Placebo, nur weil deren Wirkung wissenschaftlich noch
nicht umfassend belegt ist", sagte BPI-Hauptgeschäftsführer Henning Fahrenkamp
am Mittwoch in Berlin. "Millionen von Patienten machen seit Jahren gute
Erfahrungen etwa mit der Homöopathie. Wenn die Stiftung Warentest jetzt das
Gegenteil behauptet, verunsichert sie die Verbraucher ..."
http://www.bpi.de/internet/popup_content.aspx?p=1&tp_id=216&name=pm&control=popup
Besonders schön daran ist, dass Schüttel-Guru Samuel Hahnemann nach Ansicht des
BPI schon vor Jesus gelebt haben soll. Zu viele weiße Kügelchen geschluckt?