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Spezialausgabe der FROHEN BOTSCHAFT zum Thema Klimawandel:
Auszüge aus Dirk Maxeiners gerade erschienenen Buch "Hurra, wir retten
die Welt!", neueste Klima-Nachrichten sowie die wichtigsten Beiträge
aus der Debatte, die sich Anfang September 2007 um das Thema
entwickelte.
Schon vor dem Erscheinen des Buches schlug das Thema Wellen. In einem
Gastbeitrag für die FAZ ersann ein Forscher des Potsdam-Institutes für
Klimafolgenforschung eine Verschwörung von Publizisten und
Wissenschaftlern und beförderte Kritiker der gängigen
Klimakatastrophenszenarien - darunter Maxeiner - in die Ecke finsterer
Menschheitsfeinde.
Hier der FAZ-Beitrag aus Potsdam:
http://www.faz.net/s/RubC5406E1142284FB6BB79CE581A20766E/Doc~EC099321135B34E6C82F4BF639A779CCE~ATpl~Ecommon~Scontent.html
Einige der dort aufgeführten Klima-Bösewichter formulierten für die
FAZ eine Replik mit einem schönen Gruß nach Potsdam. Zu finden ist sie
hier:
http://www.faz.net/s/RubC5406E1142284FB6BB79CE581A20766E/Doc~EAE5A892E63B34A00A0D89F0186EA3247~ATpl~Ecommon~Scontent.html
Weitere Debattenbeiträge und Richtigstellungen finden Sie wie immer
unter www.achgut.de. Unter anderem hier:
http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/spotlight/klimakontroverse_herr_rahmstorf_bastelt_sich_eine_verschwoerung/
Die Achse des Guten erreichte im Zuge der Debatte Rekorde von über
40.000 Besuchern pro Tag!
UND HIER ALS BESONERES BONBON FÜR DFB-LESER DAS VORWORT AUS MAXEINHERS
BUCH
Hurra, wir retten die Welt!
Wie Politik und Medien mit der Klimaforschung umspringen
wjs-Verlag, Berlin
230 Seiten, 19,90 Euro
Ab sofort im Buchhandel erhältlich.
Bevor sie dieses Buch lesen, beachten Sie bitte folgenden Warnhinweis,
den ich bei Goethe entdeckt habe: "Eigentlich weiß man nur, wenn man
wenig weiß. Mit dem Wissen wächst der Zweifel." Die Folgen der
anschließenden Lektüre sind deshalb irreversibel. Wenn sie die
Gleichförmigkeit der Gedanken schätzen und gerne glauben, was alle
glauben, dann sollten sie die Deckel dieses Buches spätestens jetzt
zuschlagen.
Gut, liebe Leserinnen und Leser, jetzt sind wir also unter uns.
Schade, dass Goethe nicht dabei sein kann, denn so jemand wie ihn
könnte die Klimadebatte, die vor scheinbaren Gewissheiten ja nur so
strotzt, gut gebrauchen. Der Zweifel ist ein Nagetier, das sich nur
schwer vertreiben lässt. In Sachen Klimawandel habe ich es wirklich
versucht. Zweifeln macht einsam, und da kommen einem schon mal Zweifel
am Zweifeln. Ich habe Kongresse, Seminare und Wissenschaftler besucht,
bin durch die Welt gereist und habe mich in viele dicke Bücher und
hartleibige Studien vertieft. Das Ergebnis war einfach
niederschmetternd: Je mehr ich über das Thema lernte, desto unsicherer
wurde ich. Jedesmal wenn ich einen neuen Raum der Erkenntnis betrat,
stellte ich fest, das dieser mindestens zehn Türen hat - und hinter
jeder verbergen sich neue Fragen. Selbst auf der Suche nach einer
scheinbar simplen Größe wie der Globaltemperatur stieß ich auf kein
festes Fundament, sondern auf Treibsand: Es gibt nämlich nicht eine,
sondern mehrere verschiedene Globaltemperaturen. Und die Gelehrten
streiten heftig darüber, welche nun die richtige sei. Und wem das noch
nicht reicht: Sie streiten auch darüber, ob die globale Lufttemperatur
überhaupt der richtige Indikator für den Klimawandel ist. Denn die
Erde ist ein Wasserplanet, vielleicht sind die Meerestemperaturen
deshalb viel aussagekräftiger.
Ich weiß es nicht. Dieser Satz fällt mir schwer, seit er in der Schule
meine Versetzung gefährdete. Und doch möchte ich ihn gleich zu Anfang
dieses Buches aussprechen. Wie wird das Klima auf der Erde in
einhundert oder zweihundert Jahren sein? ICH WEISS ES NICHT. Ich
glaube auch nicht, dass ich es wissen kann. Und ganz wichtig: Ich
glaube nicht, dass es überhaupt jemand wissen kann. Das ist eine Menge
Unglauben auf einmal. Ich weiß. Aber keine Angst, es kommt jetzt keine
Abrechnung á la "Die Klimalüge" oder "Der Klimaschwindel". Das wäre
ebenfalls eine falsche Gewissheit, nur spiegelverkehrt zum gängigen
Katastrophenglauben. Zunächst einmal finde ich, dass wir uns sehr wohl
um neue und saubere Energiequellen und Technologien bemühen müssen,
schon aus rein ökonomischen Gründen. Denn die Schlange an der
planetaren Zapfsäule wird um eine Milliarde Chinesen und beinahe
ebenso viele Inder länger. Ich halte den Treibhauseffekt auch nicht
für eine Erfindung des Zeitgeistes oder bezweifle, dass Kohlendioxid
tendenziell zur Erwärmung der Erdatmosphäre beiträgt. Ob dieser Effekt
die gegenwärtige Hysterie rechtfertigt, ist hingegen eine ganz andere
Frage.
Eine Zivilisation mit 6,6 Milliarden Menschen beeinflusst das Klima
auf vielfache Art. Die natürlichen Einflüsse, die in der Vergangenheit
oft abrupte
Klimaumschwünge einleiteten, haben jedoch nicht einfach aufgehört zu
existieren, nur weil die Dampfmaschine oder das Auto erfunden wurden.
Und doch erliegen viele diesem Trugschluss: Das Klima wird in der
Öffentlichkeit mittlerweile als ein System wahrgenommen, das durch die
Ausschaltung anthropogener Einflüsse in einen sanften Ruhezustand
versetzt werden könnte. Das ist natürlich barer Unsinn. Das Klima wird
sich so oder so weiterhin verändern - aus welchen Gründen auch immer.
Mit all diesen Fragen beschäftige ich mich im ersten Teil dieses
Buches: "Zwischen Himmel und Erde".
Glauben ist ganz einfach. Unglauben macht Arbeit. Und Ärger. Ich habe
immer versucht, beidem aus dem Wege zu gehen. Das hat aber nicht
geklappt. Vor 20 Jahren, ich war damals Chefredakteur einer
Umweltzeitschrift, wusste ich alles noch ganz genau. Und damit war ich
in guter Gesellschaft. Das Nachrichtenmagazin "Spiegel" sah ein
"ökologisches Hiroshima" voraus. Und dessen Ausmaß, da waren sich auch
die Kollegen von der "Zeit" sicher, "könnte allenfalls ein
pathologischer Ignorant bezweifeln". Diese Schlagzeilen meinten
allerdings nicht den Klimawandel. Damals waren sich Wissenschaft und
Zeitgeist mitsamt meiner Person so gut wie einig, dass große Teile des
mitteleuropäischen Waldes unrettbar verloren seien. Der Wald weigerte
sich allerdings standhaft, unserer Prognose zu folgen. Heute wissen
wir, dass die Wälder zur Zeit der größten Hysterie sogar in der Fläche
zunahmen. Der Wald dachte gar nicht daran zu sterben.
Jetzt kippt also das Klima. Und wieder sind sich alle einig. So wird
zumindest behauptet. Stimmt aber nicht. Der treueste Begleiter des
Wissenschaftlers ist der Konjunktiv, und wer die wissenschaftliche
Literatur aufmerksam studiert, wird auf ganze Schwärme davon treffen.
Das ist auch normal und gut so. Nicht gut ist die wilde
Entschlossenheit von Politikern, Funktionären, Aktivisten und vielen
Medien, den Konjunktiv und das Fragezeichen in dieser Sache
abzuschaffen. Die drohende Klimakatastrophe wird zu einem
Überzeugungs- und Glaubensystem, das gesellschaftlichen Sinn stiften
soll. Eine von Glaubwürdigkeitskrisen geschüttelte Politik hat die
Weltrettung zur neuen Utopie erkoren. Der Klimawandel kommt wie
gerufen. Die Hypothese von der gefährlichen globalen Erwärmung durch
Treibhausgase soll deshalb nicht einmal mehr Hypothese genannt werden
dürfen. Auch dahinter steckt keine finstere Verschwörung, sondern eher
so etwas wie eine La-Ola-Welle. Fußballfans und Chaosforscher kennen
das Phänomen. In einem System, in dem scheinbar alles durcheinander
geht, bildet sich plötzlich eine Ordnung heraus. Wie von Geisterhand
entstehen Strömungen, die sich selbst verstärken und schließlich alles
dominieren.
Lassen Sie mich noch einmal Goethe zitieren: "Wenn eine Seite nun
besonders hervortritt, sich der Menge bemächtigt und in dem Grade
triumphiert, dass die entgegen gesetzte sich in die Enge zurückziehen
und für den Augenblick im Stillen verbergen muss, so nennt man jenes
Übergewicht den Zeitgeist, der dann auch eine Zeitlang sein Wesen
treibt." Bedauerlicherweise entsteht dabei viel blinder Aktionismus,
der mehr schadet als er nutzt. Immer häufiger gerät der so genannte
Klimaschutz in direkten Konflikt mit dem Umweltschutz, etwa wenn
Tropenwälder für Biosprit gerodet werden. Geschäftemacher und
Ablasshändler profitieren mit obskuren Projekten von der allgemeinen
Hysterie. Um das Wie und Warum dieses Prozesses geht es im zweiten
Teil dieses Buches "Zwischen Politik und Religion".
Auf die Idee zu diesem Buch bin ich nicht selbst gekommen. Das
Urheberrecht gebührt meinem Sohn Tim. Der fragte mir Löcher in den
Bauch, weil er ein Schulreferat zum Thema "Globale Erwärmung" machen
musste. Ich versuchte, ihm die Dinge so einfach zu erklären, wie es
eben geht. Und da schlug er mir vor, das alles einmal aufzuschreiben,
weil die meisten Menschen nämlich nichts davon wüssten. Wenn man tief
in einem Thema drin steckt, setzt man bei anderen tatsächlich oft zu
viel Sachkenntnis voraus. Ich habe mich beim Schreiben dieses Buches
bemüht, gar nichts vorauszusetzen. Es ist nicht für Wissenschaftler
oder Fachleute geschrieben, sondern für den ganz normalen
Tageszeitungsleser oder Tagesschaugucker, der sich Sorgen um das Klima
und die Zukunft macht. Ich will niemanden von etwas überzeugen. Ich
will aber dabei helfen, sich selbst eine Meinung zu bilden und die
Dinge für sich einzuordnen. Wo wir gerade bei der Ordnung sind: Am
Schluss befindet sich ein kleines Klimalexikon, in dem die wichtigsten
Fragen ganz kurz beantwortet werden. Zum Nachschlagen nach der Lektüre
oder auch zur Einstimmung. Es kann also gar nichts schief gehen: Sie
können dieses Buch von vorne und hinten lesen.
DIE MENSCHHEITSRETTUNG ALS NEUE UTOPIE
Die Tageszeitung DIE WELT druckte ein Kapitel aus "Hurra, wir retten
die Welt!" vorab, zu finden unter:
http://www.welt.de/wissenschaft/article1159330/Wider_die_Oekodiktatur_.html
DIE WELTRETTER - DIE MEDIEN UND DAS KLIMA
Ein Gespräch mit Dirk Maxeiner zum Thema mit RBB-Inforadio können Sie
hier herunterladen oder gleich anhören:
http://www.inforadio.de/static/dyn2sta_article/147/204147_article.shtml
Und weil es so schön passt...
WARUM WIR HÄRETIKER BRAUCHEN
Ein großer alter Mann der Physik, Freeman Dyson, hat ein Essay über
ein altes Thema geschrieben: Warum die Wissenschaft und die Welt im
allgemeinen Häretiker braucht.
HERETICAL THOUGHTS ABOUT SCIENCE AND SOCIETY
In the modern world, science and society often interact in a perverse
way. We live in a technological society, and technology causes
political problems. The politicians and the public expect science to
provide answers to the problems. Scientific experts are paid and
encouraged to provide answers. The public does not have much use for a
scientist who says, "Sorry, but we don't know". The public prefers to
listen to scientists who give confident answers to questions and make
confident predictions of what will happen as a result of human
activities. So it happens that the experts who talk publicly about
politically contentious questions tend to speak more clearly than they
think. They make confident predictions about the future, and end up
believing their own predictions. Their predictions become dogmas which
they do not question. The public is led to believe that the
fashionable scientific dogmas are true, and it may sometimes happen
that they are wrong. That is why heretics who question the dogmas are
needed.
As a scientist I do not have much faith in predictions. Science is
organized unpredictability. The best scientists like to arrange things
in an experiment to be as unpredictable as possible, and then they do
the experiment to see what will happen. You might say that if
something is predictable then it is not science. When I make
predictions, I am not speaking as a scientist. I am speaking as a
story-teller, and my predictions are science-fiction rather than
science. The predictions of science-fiction writers are notoriously
inaccurate. Their purpose is to imagine what might happen rather than
to describe what will happen. I will be telling stories that challenge
the prevailing dogmas of today. The prevailing dogmas may be right,
but they still need to be challenged. I am proud to be a heretic. The
world always needs heretics to challenge the prevailing orthodoxies.
Since I am heretic, I am accustomed to being in the minority. If I
could persuade everyone to agree with me, I would not be a heretic.
We are lucky that we can be heretics today without any danger of being
burned at the stake. But unfortunately I am an old heretic. Old
heretics do not cut much ice. When you hear an old heretic talking,
you can always say, "Too bad he has lost his marbles", and pass on.
What the world needs is young heretics. I am hoping that one or two of
the people who read this piece may fill that role.
Der ganze Text findet sich hier:
http://www.edge.org/documents/archive/edge219.html#dysonf
Und jetzt noch eine kleine Auswahl aus Tagebucheinträgen der ACHSE DES
GUTEN, die in den letzten Wochen um das Klima-Thema kreisten.
Dr. Cora Stephan 11.09.2007
WER NICHT FÜR UNS IST...
"Haben Sie etwa was gegen Ausländer?" So fragte jüngst ein Rüpel, der
sich vorgedrängelt hatte und an dem man nur das auszusetzen hatte,
mitnichten seine sonstigen Attribute - und schon gar nicht wollte man
es sich mit allen Ausländern verderben, nur weil man diesen einen hier
unangenehm fand.
Pars pro toto, man nimmt sich selbst fürs Ganze - das ist ein Muster,
das seit einigen Jahren immer beliebter wird. Menschen oder ihre
Meinungen und Überzeugungen stehen nicht mehr für sich selbst, sondern
für ein größeres Ganzes, und kritisiert man sie, macht man sich in
einem weit über den Anlaß hinausgehenden Maß schuldig: wahlweise an
der muslimischen Welt, an der Natur, an den Frauen, an der Menschheit.
Die gute alte westliche Tradition der Unterscheidung zwischen
individuell und allgemein, die Tugend gar der Diskussion und des
Abwägens ist erledigt, seit es üblich geworden ist, die eigenen
Überzeugungen zum Gattungsinteresse auszurufen, das eigene Ermessen
zur unhinterfragbaren Wahrheit zu erklären und jede Gegenstimme für
strafbar zu halten...
Den kompletten Kommentar finden Sie hier:
http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/wer_nicht_fuer_uns_ist/
Dirk Maxeiner 06.09.2007
UNBERECHENBARES NORDPOLERIS
Das starke Abschmelzen des Nordpoleises war Gegenstand zahlreicher
Meldungen der letzten Tage. In der Hoffnung auf die globale Erwärmung
versucht der Brite Adrian Flanagan mit seiner 11-Meter-Jacht zum
ersten mal solo die Passage über die Nordroute entlang des russischen
Territoriums. Jetzt steckt er im Eis fest. Möglicherweise soll ihn ein
atomgetriebener Eisbrecher rausholen.
Dirk Maxeiner 23.08.2007
SCHON WIEDER EINE KLIMAAPOKALYPSE ABHANDEN GEKOMMEN
Eines der liebsten Untergangs-Szenarien der Klima-Katastrophiker
lautet: Der Golfstrom reißt ab und beschert Europa eine neue Eiszeit.
Al Gore und Roland Emmerich lassen grüssen. Jetzt darf das Szenario
beruhigt beerdigt werden Aktuelle umfangreiche Messungen zeigen: Von
einem Trend in diese Richtung kann keinerlei Rede sein. Die Skeptiker
hatten recht. Das Potsdam-Institut für Klimafolgendforschung versuchte
die Golfstrom-Katastrophe übrigens verzweifelt zu retten. Eine
angeblich neue wissenschaftliche Untersuchung, die ein versiegen des
Golfstroms nahe legte, entpuppte sich dann als eine Meinungsumfrage
(!) unter zwölf (!) Klimaforschern. Und diese Leute sind Klimaberater
der Bundeskanzlerin. "Wissenschaft funktioniert anders" schrieb dazu
die FAZ.
Dirk Maxeiner 21.08.2007
NORDSEE-ERWÄRMUNG GESTOPPT: WIRKT MERKELS GRÖNLAND-BESUCH BEREITS?
Eine sehr interessant formulierte Meldung findet sich heute auf Seite
Eins der Bildzeitung. Überschrift: "Nordsee-Erwärmung gestoppt." Dann
heißt es: "Die Erwärmung der Nordsee scheint vorerst gebremst. Der
Sommer 2007 habe im Oberflächenwasser gegenüber den Rekordtemperaturen
des vergangenen Jahres für Abkühlung um ein Grad gesorgt, erklärt das
Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrografie." Da fragt sich der Leser
doch gleich: Wer hat die Erwärmung gestoppt? Die große Klimakoalition
aus BILD, BUND, Greenpeace und WWF? Die Beschwörung grönländischer
Gletscher durch Angela Merkel und Sigmar Gabriel? Das geplante
Klimaschutzprogramm der Bundesregierung? Sinken die Temperaturen
gleichsam in vorauseilendem Gehorsam oder vor Schreck? Wirken solche
Programme jetzt auch schon rückwirkend? Wer weiß, wer weiß. Auf jeden
Fall kennen wir jetzt schon mal die Argumentationslinie, falls die
Temperaturen sich künftig weigern, den Prognosen zu folgen.
Vera Lengsfeld 18.08.2007
ANGIE COOL - UNSERE ZEITGEIST-KANZLERIN IM EWIGEN EIS
Zwei Tage ihrer kostbaren Regierungszeit verbrachte Angela Merkel mit
ihrem Umweltminister und einem Tross Journalisten bei den Gletschern
hinter dem Nordpolarkreis, um von hier aus ihre neue Klimaoffensive zu
starten. Die Weltklimageschichte, die Angela Merkel mit Deutschland in
der führenden Rolle zu machen eisern entschlossen ist, soll
selbstverständlich jeden mitnehmen. Alle sollten hierher kommen,
sprach die Kanzlerin nach ihrer Landung in Ilulissat, einem
5000-Seelen-Ort in der Nähe der derzeit berühmtesten Gletscher der
Erde, in die Mikrophone. Gute Idee. Erst tragen die tapferen Deutschen
durch eifrigen Polartourismus zum Anstieg des CO2 und damit nach
Ansicht der Klima-Katastrophisten zum Abschmelzen der Gletscher bei,
anschließend wird mit deutschen Windrädern, deutschen Solarzellen und
deutschem Mist, Verzeihung, deutscher Biomasse, der Klimawandel
kompromisslos bekämpft. Natürlich mit deutschen Politikern an der
Spitze, wie dem ehemaligen Pop-Beauftragten der Regierung Schröder
Siegmar Gabriel, der sich nun in der Rolle des Welterlösers sieht....
Der ganze Kommentar hier:
http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/angie_cool_unsere_zeitgeist_kanzlerin_im_ewigen_eis/
Dirk Maxeiner 14.08.2007
VIELE SONNENFLECKEN, VIEL REGEN, VIELE FRAGEN
Eine Gruppe amerikanischer und britischer Wissenschaftler glaubt jetzt
einen Zusammenhang zwischen der Anzahl von Sonnenflecken und heftigen
Regenfällen im östlichen Afrika nachgewiesen zu haben. Die Ergebnisse
erscheinen morgen in einer Zeitschrift der American Geophysical Union.
Dahinter steht eine ziemlich fundamentale Frage: Treibt der im
Vergleich winzige Kohlenstoffkreislauf den riesigen Wasserkreislauf
an, oder ist es umgekehrt? Die herrschende Klimadoktrin geht davon
aus, dass zunächst mehr Kohlendioxid die Atmosphäre erwärmt - worauf
diese dann mehr Wasserdampf aufnehmen kann. Wasserdampf macht aber
mindestens zwei Drittel des Treibhauseffektes aus, die übrigen
Treibhausgase teilen sich lediglich den Rest. Die prognostizierte
starke Erderwärmung kommt also nur zu einem untergeordneten Teil durch
Kohlendioxid zustande, erst der Verstärkungseffekt des Wasserdampfes
macht die Sache nach der herrschenden Lehrmeinung komplett. Wenn nun
aber Sonneneinflüsse direkt die Niederschläge beeinflussen, dann heißt
dies, dass sie offenbar über irgendeinen Mechanismus direkt und ohne
Umweg über das Kohlendioxid den Wasserkreislauf beeinflussen (etwa
über die kosmische Strahlung). Die Sonne hätte also einen direkten
Einfuss auf zwei Drittel des Treibhauseffektes. In diesem Fall wäre
das Kohlendioxid von untergeordneter Bedeutung und sein Kreislauf
würde Huckepack auf dem mächtigen Wasserkreislauf reiten. Es wäre also
genau umgekehrt wie derzeit angenommen: Der mächtige Wasserkreislauf
würde das Klima in erster Linie antreiben und nicht der kleine
Kohlenstoffkreislauf.
Dirk Maxeiner 14.08.2007
VON KREDITBLASEN UND KLIMABLASEN
Die Kreditkrise wirft als Nebeneffekt ein Licht auf die
Zuverlässigkeit von Computermodellen. Die Finanzmärkte sind ganz
offensichtlich auch ein chaotisches System, das nicht so ohne weiteres
vorausberechnet werden kann. Darüber berichtet die Frankfurter
Allgemeine Zeitung heute im Finanzteil: "Die nächsten Opfer der
Finanzkrise. Computermodelle überfordert." Darin heißt es unter
anderem: "Quantitative Hedge-Fonds versuchen, mit hauseigenen
Computermodellen zahlreiche Facetten der Finanzmärkte mit Hilfe eines
mathematischen Modells abzubilden. Dabei bedienen sich die Modelle
vergangener Daten und Zusammenhänge von Informationen,
Preisentwicklungen und Marktkorrelationen. Bei extremen Abweichungen
vom Mittel bestimmter Preise geben diese Programme automatisch Kauf
oder Verkaufsempfehlungen..." Derzeit seien aber leider irrationale
Reaktionen der quantitativen Computermodelle zu verzeichnen. Die
Führung von Lehmann Brothers warnt:" Es ist nicht nur, dass diese
Modelle derzeit nicht funktionieren, sondern die Modelle verhalten
sich genau in die entgegengesetzte Richtung." Ergebnis: Aktien mit
Verkaufssignal steigen, und Aktien mit Kaufsignal sinken. Anstatt sich
von den Computern irre machen zu lassen wird empfohlen "mit Ruhe und
Verstand" zu reagieren. Vielleicht sollte man diese Empfehlung auf
die Klimadebatte übertragen. Auch da versucht man mit Hilfe von
Computern die Reaktionen eines chaotischen Systems vorherzusagen. Wer
weiß, vielleicht gibt es auch eine Klima-Blase.
Benny Peiser 11.08.2007
WICHTIGE BODENTEMPERATURDATEN DES ICC SIND FRISIERT WORDEN
Was auch in anderen Fällen bekannt wurde, in vielen weiteren vermutet,
jetzt ist es einmal mehr öffentlich. Wichtige Daten zur Entwicklung
der Bodentemperaturen in China wurden passend gemacht, frisiert, wie
wir sagen würden. (oder "fabriziert" im amerikanischen
Regierungssprech, eine von drei Formen zur Bezeichnung
wissenschaftlicher Irreführung)... Douglas J. Keenan, The Limehouse
Cut, hat diese - vom IPCC nicht ganz ungewohnte - Art unbequeme Daten
zurecht zu biegen enthüllt.
http://www.oekologismus.de/index.php/archives/2007/08/10/wichtige-bodentemperaturdaten-des-ipcc-im-far-sind-frisiert-worden/
Dirk Maxeiner 11.08.2007
NEWSWEEK NEUER MEISTER DER SUGGESTIVFRAGE
So etwas nennt man eine unvoreingenommene Fragestellung zum Thema
Klimawandel und dem Streit um die Wissenschaft: "Will the organized
effort to deny global warming slow the world's efforts to stop it?" So
fragt Newsweek seine Leser online um ihre Meinung.
Dirk Maxeiner 09.08.2007
UUPS: NEUE REIHENFOLGE DER WÄRMSTEN JAHRE
Steve McIntire, der bereits die berühmte Hockeyschlägerkurve zu Fall
brachte, hat jetzt eine weitere Kerbe am Colt.1998 ist für die USA
nicht mehr das wärmste Jahr, sondern 1934. Vier der zehn wärmsten
Jahre des letzten Jahrhunderts liegen jetzt in den dreißiger Jahren,
nur drei der Top-Ten stammen aus den letzten zehn Jahren. Steve
McIntire und Anthony Watts haben in den offiziellen Temperaturanalysen
des Goddard Institute for Space Studies (GISS) Fehler nachgewiesen.
2000, 2002, 2003, 2004 sind sogar hinter das Jahr 1900 zurückgefallen.
Und der Streit geht weiter. Nachdem Watts unter anderem gezeigt hatte,
dass die US-Wetterstationen Temperaturen aufgrund ihrer Lage und
veränderten Umgebung verfälschen nahm das National Climatic Data
Center die Ortsangaben sämtlicher Stationen aus dem Netz. Angeblich um
die "Privatsphäre" zu schützen, tatsächlich aber wohl eher um die
Nachprüfungen zu behindern. Nach einem Proteststurm stehen die Angaben
jetzt wieder im Netz. Immer öfter weigert sich die globale
Erwärmungsbranche Daten und Rechengrundlagen herauszugeben, wenn ihre
Ergebnisse von dritter Seite überprüft werden sollen. Dabei darf sich
jetzt jeder denken, was er will. Auf jeden Fall sollte Klimaforschung
keine Geheimwissenschaft sein. Erste Reaktionen und Kommentare auch
hier:
http://climatesci.colorado.edu/2007/08/08/giss-has-reranked-us-temperature-anomalies/
So und nun bis zur nächsten FROHEN BOTSCHAFT!
Schließen möchten wir mit einem Zitat von Groucho Marx:
"Politics is the art of looking for trouble, finding it everywhere,
diagnosing it incorrectly, and applying the wrong remedies."