Wortmarke Maxeiner und Miersch

 

Cover Life Counts - Taschenbuchausgabe

Cover Life Counts
Wissenschaftsbuch
des Jahres 2000

Vom New York
Art Directors Club für
hervorragende Gestaltung
prämiert

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir wollen Life Counts als
Eröffnungsbilanz
verstanden wissen, als
Anstoss zu einer neuen
Wertschätzung der Natur
und zu weiteren
Forschungen.

 

Life Counts

Eine globale Bilanz des Lebens

Von Michael Gleich, Dirk Maxeiner,
Michael Miersch, Fabian Nicolay

Berlin Verlag,
Berlin 2000
ISBN 3-8270-0350-4
288 Seiten
22 Euro

Taschenbuch:
Berlin Taschenbuch Verlag
Berlin 2002
ISBN 344276033X
287 Seiten
14,90 Euro

 

Aus dem Vorwort

"Es begab sich aber zu der Zeit, dass ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging, dass alle Welt geschätzt würde" (Lukas 1.2). Nach der christlichen Überlieferung stand am Beginn unserer heutigen Zeitrechnung eine Volkszählung. 2000 Jahre später feiert die Menschheit erstmals im globalen Bewusstsein ein Millennium. Nachdem das vergangene Jahrhundert von Phsyik und Chemie geprägt wurde, wird die treibende Kraft des kommenden Zeitalters die Biologie sein. Der Mensch wird mit seiner Umwelt eine neue Allianz eingehen, Technik und Natur sollen kooperieren, nicht konkurrieren. Deshalb bedeutet ein Verlust an Vielfalt der Lebewesen zugleich einen Verlust an Zukunftschancen.

Dies brachte uns auf den Gedanken, das biblische Motiv der Volkszählung aufzugreifen, die Bestandsaufnahme jedoch auf die gesamte Biosphäre auszudehnen. Auf der Erde leben sechs Milliarden Menschen. Wir teilen den Planeten mit unzähligen anderen Lebewesen von den Bakterien bis zu den Walen. Trillionen von Tieren und Pflanzen bilden die Infrastruktur des Lebens und somit die Säulen der menschlichen Existenz. In diesem Buch werden möglichst viele planetare Mitgeschöpfe erfasst. Das Motto dafür ergab sich fast von selbst: Life Counts — die Zählungen des Lebens, und vor allem: Das Leben zählt.

Wie viele Blauwale gibt es und wie viele Ameisen, wie viele Hausrinder und wie viel Krill Im Meer? Wie viele Vögel kommen auf einen Menschen und wie viele Bäume? Welche Schätze und Ressourcen stecken hinter diesen Zahlen? Wer kennt beispielsweise den gewaltigen ökonomischen Wert, den die Insekten erwirtschaften, indem sie Pflanzen bestäuben?

Wir kontaktierten Wissenschaftler und Politiker, Naturschutzorganisationen und Wirtschaftsunternehmen. Dabei erlebten wir die erste Überraschung: Die Bereitschaft, uns zu helfen, war überwältigend. Führende Biologen, Ökonomen und Demographen in aller Welt öffneten für Life Counts die Schatztruhen ihres Wissens. Das World Conservation Monitoring Centre in Cambridge (WCMC) konnten wir als Partner für die Beschaffung und Auswertung von Zahlen und Daten gewinnen. In enger Verzahnung mit den Wissenschaftlern und Naturschützern begannen wir Recherchen, die von Australien bis Tansania führten.

Das WCMC erfasst ständig die neusten Bestandsdaten von Pflanzen und Tieren.

Für solche Zählungen tauchen Forschungs-U-Boote auf den 11 000 Meter tiefen Grund des Marianengrabens, analysieren Mikrobiologen in Norwegen die Bakterien im Boden, klettern Botaniker an Seilen und Kränen ins Kronendach des venezolanischen Regenwaldes, überfliegen Zoologen die Gnuherden in der ostafrikanischen Serengeti.

Bei den Auswertungen ergab sich die zweite Überraschung: Es ist gleichermassen erstaunlich und erschreckend, wie wenig wir wirklich über den Zustand der Biosphäre wissen. In den Tropenwäldern vermuten die Experten Millionen von unbekannten Insekten. Auch die Lebewesen des Meeres sind grösstenteils noch unerforscht. Und selbst für grosse Säugetierarten kursieren oft nur "Vermutschätzungen". Dennoch entwerfen die hier zusammengetragenen Zahlen ein aufschlussreiches Bild des Lebens auf unserem Planeten, das manchem Klischee wiederspricht.

Wir wollen Life Counts als Eröffnungsbilanz verstanden wissen, als Anstoss zu einer neuen Wertschätzung der Natur und zu weiteren Forschungen. Das Buch wird weltweit in verschiedenen Sprachen publiziert und soll eine Brücke zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit schlagen. Und es soll dem Dialog der Kulturen dienen: Wir möchten, dass diese Studie in jedem Kulturkreis genutzt werden kann. Wir vertrauen auf das Medium Buch, weil es überall ohne Steckdose zur Hand genommen werden kann. Life Counts hält einen Moment im Leben des Planeten fest, und wir wünschen uns, dass es in 50 Jahren als Eröffnungsbilanz eines erfolgreichen Aufbruchs bewertet wird: zur Ära der Biodiversität.

 

Life Counts Inhalt und Kritiken
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Weitere gemeinsame Bücher von Maxeiner und Miersch:
Öko-Optimismus
Lexikon der Öko-Irrtümer

Außer Life Counts hat der Berlin Verlag noch viele andere gute Bücher im Programm. Hier können sie sich informieren: www.berlinverlag.de